Mobilfunkgegner geben nicht auf

Die Gegner des geplanten Mobilfunkmasts im Truderinger Wald geben nicht auf. Erneut haben sie den Truderinger Bezirksausschuss um Unterstützung gebeten. Das Gremium allerdings stellt den Standort nicht in Frage, da er allemal verträglicher sei als Antennen auf Wohnhausdächern.

Fast gleicht der Kampf von gut 1500 Unterzeichnern gegen den geplanten Mobilfunkmast im Truderinger Wald einem Kampf gegen Windmühlen. Denn längst ist gerichtlich entschieden, dass der Betreiber Vodafon bauen darf. Die Stadt, die dem Standort eigentlich nicht zustimmen wollte, musste sich geschlagen geben. Zudem, da sind sich die Mitglieder des Truderinger Bezirksausschusses ziemlich einig, ist eine Mobilfunkantenne weit entfernt der Wohnbebauung allemal verträglicher, als Masten auf Dächer in dicht besiedeltem Gebiet. Das hatten die BA-Politiker den Beschwerdeführern mehrfach erklärt. „Jeder andere Standort bei Wohneinheiten ist genauso ungeeignet“, erklärte Grünen-Sprecher Herbert Danner und forderte einen runden Tisch zum Thema Mobilfunk-Vollversorgung im Viertel. Man solle sich mit den Mobilfunkbetreibern zusammensetzen und Wege suchen, damit die Diskussion um neue Masten nicht immer wieder aufflamme, so Danner. Neue Anlage BA-Vorsitzende Stephanie Hentschel (CSU) meinte, bei der genehmigten Anlage im Truderinger Wald werde das nichts mehr nützen. Schon jetzt gebe es eine Standortmeldung für eine neue Antenne mitten in einem Wohngebiet. „Ich warte auf den Aufschrei, wenn das bekannt wird. Wenn wir Standorte schon nicht verhindern können, nehmen wir die ohne Wohngebiet. Die Sache ist durch!“ so Hentschel. Bürgerversammlung anderer Meinung 1527 Unterschriften seien beeindruckend, betonte Georg Kronawitter (CSU). Die Truderinger Bürgerversammlung allerdings habe anders entschieden und die Argumente der Mastgegner nicht übernommen. „Es ist gute demokratische Gepflogenheit, dem Votum der Bürgerversammlung zu folgen und der BA wäre schlecht beraten, würde er dagegen stimmen!“ Bürgermeister Hep Monatzeder, dem die Beschwerdeführer ihre Unterschriftenliste übergeben hatten, solle sich zum Problem äußern. Vom runden Tisch, den Herbert Danner vorgeschlagen hatte, hielt außer der Grünen-Fraktion niemand was. So nahm der BA die neuerliche Eingabe der Antennengegner lediglich zur Kenntnis. Gabriele Mühlthaler

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