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Literatur zum Tauschen am Kirchenplatz in Haar

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Von: Thomas Fischer

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Ein Mann steht mit einem Buch in der Hand vor einer Telefonzelle.
Bürgermeister Andreas Bukowski beim Einstellen eines seiner Bücher in die Haarer Bücherzelle. © oh

Telefonzellen sind quasi ausgestorben. Doch in Haar gibt es noch eine. Eine der besonderen Art. Denn in ihr schlummert mehr als ein vergilbtes Telefonbuch. Hier findet man Literatur.

Das heimische Bücherregal quillt über und trotzdem wird neuer Lesestoff benötigt? In Haar gibt es da jetzt eine neue, eine nachhaltige Möglichkeit, den Lesehunger zu stillen: in der neuen „Bücherzelle“ im Herzen der Gemeinde. Hier können Bürger ihre gelesenen Bücher deponieren und sehr gerne auch Literatur mitnehmen.

Die ausrangierte Telefonzelle kam per Zufall in die Gemeinde – das Familienzentrum hatte sie dem Rathaus vermittelt. Und da im Bauhof mit Claus Düll tatsächlich ein echter Experte für Telefonzellen sitzt, konnte der alte Fernsprecherkasten schnell und fachgerecht wiederhergestellt werden. Danach war er standsicher, nichts klemmte oder quietschte, statt dem Münzsprechautomaten waren Regale eingezogen worden. Doch einfach nur „gelb“ sollte die Telefonzelle nicht bleiben – und so machten sich Schüler der Mittelschule daran, die alte Telefonzelle in ein Kunstwerk zu verwandeln. Jetzt steht die Büchertauschbörse blauleuchtend an der Ecke Kirchenplatz/Salmdorfer Straße.

Und: Die ersten Bücher sind bereits eingezogen. Auch Vielleser und Bürgermeister Andreas Bukowski hat bereits ein paar Exemplare aus dem heimischen Bücherregal hier abgestellt. Ab jetzt heißt es also: Ring frei für alle Haarer Leseratten und Bücherfreunde, denn zugreifen und reinstellen kann man hier jederzeit ganz nach Belieben. Auf dass jeder etwas für seinen eigenen Geschmack finden möge.

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