Wohnen im Gemüsegarten

Kirchheim stellt Bebauungsplan für Hausackerstraße auf

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Weil die Eigentümer an der Hausackerstraße bauen möchten, müssen sich die Gemüsegärtner neue Parzellen suchen.

Die Gemüsegärtner an der Kirchheimer Hausackerstraße müssen sich neue Gärten suchen. Denn die Eigentümer wollen bauen. Und der Gemeinderat hat nichts dagegen.

Ursprünglich war das Grundstück nördlich der Hausackerstraße eine landwirtschaftliche Fläche. Im Jahr 2004 wurde es aus der Landwirtschaft entnommen und als Gartenparzellen von Bürgern zum privaten Gemüseanbau genutzt.

Doch damit könnte bald Schluss sein. Denn in einem Schreiben an die Kirchheimer Verwaltung bekunden die Eigentümer, dass sich auf dem Grundstück Einfamilien- und Doppelhäuser mit maximal zwei Vollgeschossen für den Eigenbedarf errichten möchten.

Bei der Gemeinde stoßen die Pläne auf Zustimmung. „Aus baurechtlicher Sicht würde sich eine Bebauung an dieser Stelle sehr gut eignen, um bestehende ,Lücken‘ in der Ortsabrundung zu schließen“, heißt es in der Vorlage, über die jetzt der Ausschuss für Bauen, Infrastruktur und Umwelt des Gemeinderat zu entscheiden hatte. Die geplante Bebauung diene ausschließlich dem Wohnen und solle sich an der umliegenden Bebauung orientieren, heißt es weiter. Und die Erschließung wäre bereits über die bestehende Hausackerstraße gesichert.

Eine Argumentation, der die Mitglieder des Ausschusses mehrheitlich folgte. Gegen die Stimmen von Marcel Prohaska (SPD) und Wolfgang Heinz-Fischer beschloss das Gremium die Aufstellung des Bebauungsplans Nr. 101/K für das Gebiet „nördlich der Hausackerstraße“. Der Geltungsbereich des Bebauungsplans umfasst das Gebiet der Flurnummer 79/1 der Gemarkung Kirchheim und wird umgrenzt im Norden von der landwirtschaftlichen Fläche 79, im Osten von der landwirtschaftlichen Halle, im Süden von der Hausackerstraße und im Westen vom Schmiedweg. Für die Gemüsegärtner soll übrigens eine Ersatzfläche gesucht werden.

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