Keine St.-Florians-Politik

Verkehr aus der Niederalmstraße heraushalten – dies möchte der Perlacher Bezirksausschuss durch Rechtsabbiege- und Einfahrtsverbote erreichen. Die Truderinger Kollegen aber sind nicht damit einverstanden, dass künftig die Zehntfeldstraße dadurch belastet würde und haben eigene Vorschläge unterbreitet.

Wenn die Vorschläge des Bezirksausschusses Ramerdorf-Perlach zur Verkehrsberuhigung in der Niederalmstraße umgesetzt werden, hätte das für Trudering-Riem gravierende Folgen. Einem ganzen Wohngebiet, nämlich der Grenzkolonie, würde dadurch der direkte Weg nach Perlach verbaut. „Wir weisen ausdrücklich darauf in, dass es sich beim morgendlichen Verkehr auf der Niederalmstraße nicht um klassischen Schleichverkehr, sondern um originären Anwohnerverkehr aus der Grenzkolonie handelt“, heißt es deshalb im interfraktionellen Antrag des BA 15. Die Truderinger Stadtteilpolitiker fordern das KVR auf, für die Niederalmstraße andere verkehrsberuhigende Maßnahmen zu ergreifen, als die Widmung zur Anliegerstraße oder das Linksabbiegeverbot zum Hugo-Lang-Bogen. Vorstellen kann sich das Gremium ein solches Verbot zwischen 7 und 9 Uhr, alternativ auch eine zeitlich begrenzte Einbahnstraßenregelung, die den Verkehr Richtung Westen zulässt. Das KVR solle prüfen, ob ein absolutes Halteverbot auf der Nordseite der Niederalmstraße eine weitere Entzerrung bringen könne, fordern die Truderinger. Die Niederalmstraße sei eine Ortsstraße, wie auch die Zehntfeldstraße. Hier jedoch verkehrten mehrere Buslinien, weshalb ein beidseitiges Halteverbot bestehe, was „den falschen Eindruck erweckt, es handle sich um eine übergeordnete Verbindungsstraße“. Die Anwohner seien durch drei Buslinien und starken Verkehr ohnedies bereits überproportional belastet. „Die von der Stadt angedachten Beruhigungsmaßnahmen an einer Parallelstraße dürfen nicht dazu führen, dass diese Belastung einseitig von den Anwohnern der Zehntfeldstraße getragen wird“, fordert der BA. Günter Götz (SPD) schlug vor, wenigstens eine der drei Busverbindungen von der Zehntfeldstraße auf die Niederalmstraße zu verlegen. „Die Straße ist geeignet! Warum sollen nur wir die ganze Last spüren, ein Teil kann auch der 16. Stadtbezirk tragen. Es muss verteilt werden!“, so Götz. Dem allerdings stimmte das Gremium nicht zu. Die anderen Punkte des interfraktionellen Antrags, zu denen auch verkehrsberuhigende Maßnahmen auf der Zehntfeldstraße zwischen dem Kreuzungspunkt Friedenspromena­de/Friedrich-Creuzer-Straße und dem Kreuzungspunkt Hugo-Lang-Bogen/ Feldbergstra­ße gehören, wurden beschlossen. Gabriele Mühlthaler

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