Antrag im Gemeinderat Haar: Ein Spiegel, der das Sichtfeld von Lkw-Fahrer erweitert

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Truderings Mitte rund um die Eisinsel

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Riemer Tierliebhaberin fühlt sich bedroht

Giftköder und zerstochene Reifen

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Mit Känguru „Jupiter“, den Hunden und Katzen reist Angelika Kraml sogar nach Frankreich, um dort mit ihrer lustigen Tiershow bei Galas aufzutreten.

Gemeinsam mit ihren acht Hunden, sieben Katzen und Känguru Jupiter lebt die 71-jährige Angelika Kraml in einem kleinen Haus mit Garten in Riem. Das Grundstück dort hat habe sie allein für ihre Tiere gekauft. Doch das seit einigen Jahren machen Tierhasser Kraml das Leben dort zur Hölle.

Schon beim Betreten des Grundstücks von Angelika Kraml ist sofort klar: Sie hat ihr Leben und ihre Leidenschaft ihren Tieren gewidmet. Der gesamt Garten dient als Freilauf für die Tiere. Die acht Hunde springen umher, Jupiter hat ein großes Gehege für sich alleine, die Katzen wiederum ein separates. „Würde ich sie draußen laufen lassen, würden sie von Autos überfahren“, sagt die 71-Jährige. Auch eine große Holzhütte neben ihrem Haus gehört allein den Tieren. Doch offensichtlich ist nicht jeder ein Fan von der Tierliebhaberin: „Bereits zehn Reifen von dem Transporter, mit dem ich die Tiere transportiere, sind mir zerstochen worden!“ Kraml ist sich sicher: „Das ist purer Hass gegen mich als Person und meine Tiere!“ Denn auch der Polizei seien keine weiteren Vorfälle dieser Art in der Umgebung bekannt. „Ich habe wirklich Angst um meine Tiere, man weiß nie, zu was solche Menschen alles fähig sind.“ 2010 sei schon eines ihrer Kängurus vergiftet worden. „Die schrecken wirklich vor nichts zurück!“

Da die Polizei nicht mehr tun kann, als nachts vor ihrem Grundstück öfter Streife zu fahren und alle Verfahren bisher von der Staatsanwaltschaft eingestellt worden waren, beschloss die 71-jährige Schauspielerin zuletzt, selbst tätig zu werden: „Ich habe die ganze Umgebung abgesucht, um eine Spur von den Tätern zu finden.“ Selbst einen Finderlohn von 1500 Euro verspricht sie demjenigen, der die Tierhasser überführt. Sie glaubt nicht, dass die Täter aus der Nachbarschaft stammen. „Da gibt es niemanden, der ein Problem mit meinen Tieren hat.“

Wenngleich es natürlich außergewöhnlich ist, ein Känguru bei sich zu Hause zu halten. Jupiter habe Kraml vor sechseinhalb Jahren als Baby von einem Tierhändler bekommen. „Seither trainiere ich mindestens einmal die Woche mit ihm, wie auch mit meinen Hunden und Katzen, Zirkustricks.“ Durch Hula-Hoop-Reifen springen, Bälle kicken und Kinderwägen schieben – all diese Tricks seien kein Problem für Jupiter und die Hunde. Kraml selbst ist im Zirkus aufgewachsen. „Mein Onkel leitete bis zu seinem Tod 1975 den Zirkus Gebrüder Belli“, berichtet sie. Die Arbeit mit Tieren läge ihr sozusagen im Blut. Auch in Film und Fernsehen war die gelernte Schauspielerin mit und ohne ihre Tieren insgesamt 80 Mal zu sehen.

Ein enger Freund und Unterstützer ist seit 16 Jahren Pfarrer Herbert Kellermann. „Er hat alle meine Tiere gesegnet und ist eines gestorben, hat er einen Gottesdienst abgehalten“, berichtet die 71-Jährige. Sie sei sehr froh, Menschen wie ihn stets auf ihrer Seite zu wissen. „Er betet für mich, das beruhigt mich ein wenig.“ Richtig beruhigt dürfte sie allerdings erst sein, wenn der Tierhasser, der Angelika Kraml nun schon so lange das Leben zur Hölle macht, gefasst wird.

Tanja Buchka

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