HALLO-Rundgang auf der Bauma

Die Signora mit der Bagger-Leidenschaft

München steht in dieser Woche im Zeichen der weltgrößten Baumaschinenmesse, der Bauma. Große und kleine Technik-Fans wie die beiden Jungs Michael und Konstantin bestaunen die gigantischen Baumaschinen.
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München steht in dieser Woche im Zeichen der weltgrößten Baumaschinenmesse, der Bauma. Große und kleine Technik-Fans wie die beiden Jungs Michael und Konstantin bestaunen die gigantischen Baumaschinen.
Gabriella liebt die großen Baumaschinen und arbeitet auf der Bauma am Stand von "Case Construction".
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Gabriella liebt die großen Baumaschinen und arbeitet auf der Bauma am Stand von "Case Construction".
Beeindruckend!
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Beeindruckend!
Eine der größten Baumaschinen: der Liebherr Muldenkipper T 264.
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Eine der größten Baumaschinen: der Liebherr Muldenkipper T 264.
Omar Abo Elmagd ist eigens für die Messe aus Ägypten angereist.
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Omar Abo Elmagd ist eigens für die Messe aus Ägypten angereist.

Super-Schaufler, XXL-Lader, kolossale Kräne: Die größte Baumaschinen-Messe der Welt – die Bauma – hat ihre Türen auf dem Messegelände in Riem noch bis Sonntag für Besucher geöffnet. Eine Messe, die Männer träumen lässt – aber nicht nur Männer!

Die U2 in Richtung Messestadt Ost ist schon am Montagmorgen, dem ersten Bauma-Tag, gesteckt voll. Man muss sich schon bemühen, um noch ein Stehplätzchen zwischen den vielen Herren im Anzug, größtenteils mit Roll- oder Aktenkoffern ausgestattet, zu ergattern. Noch einmal kurz gedrückt – und geschafft, die Türen schließen, die Fahrt zur Bauma geht los. Kurz bevor der Zug die Station Messestadt West erreicht, ertönt die Lautsprecherdurchsage: „Herzlich willkommen auf der Bauma München, die MVG wünscht Ihnen einen erfolgreichen Messetag!“ Dass die Ansage erst auf Englisch, dann erst auf Deutsch erfolgt, beweist, wie viele internationale Gäste die MVG und die Stadt München zur Bauma erwarten.

Und tatsächlich: Die Welt ist zu Gast in München! Betritt man das insgesamt 605.000 Quadratmeter große Gelände, dringen einem die verschiedensten Sprachen an die Ohren: allen voran natürlich Englisch, aber auch Mandarin, Französisch, Italienisch, Arabisch, Holländisch, Koreanisch – und das sind nur wenige Beispiele. Dass so viele Menschen eigens der Bauma wegen nach München reisen, ist kein Wunder: „Es ist einfach nur atemberaubend, die riesigen Kräne, Bagger und anderen Baumaschinen live zu sehen“, sagt Antonio Pablo aus Neapel. „Man kommt sich auf einmal ganz winzig vor“, sagt der immerhin 1,85 Meter große Italiener, als er sich neben den 110 Meter hohen Mobilkran LTM 1750 der Firma Liebherr stellt. „Unser Kran ist das höchste Exponat der ganzen Messe“, sagt ein Mitarbeiter des Liebherr-Stands, nicht ganz ohne Stolz.

Die Aussteller kommen aus der ganzen Welt, um den Besuchern ihre Bagger, Kräne und sonstigen Baumaschinen-Giganten zu präsentieren: Nach Deutschland mit 1256 Ausstellern sind Italien (524), China (346), die Türkei (142) und Großbritannien (122) am stärksten Vertreten. Gabriella Arena kommt aus Turin. Die junge Frau arbeitet für den Baumaschinenhersteller „Case Construction“ und stellt auf der Messe zusammen mit ihren Kollegen die neusten Maschinen vor. Auf die Frage, wie man als Frau beruflich in die Welt der Baumaschinen kommt, sagt die Turinerin lachend: „Ich weiß, es ist eine Männerwelt, ich bin aber in diesen Bereich hineingeboren.“ Ihr Vater hatte eine kleine Maschinenbaufirma, in der sie als Kind oft gewesen sei. „Ich habe schon als kleines Mädchen mit kleinen Baggern und Baumaschinen gespielt, nicht mit Puppen.“ Sie studierte Ingenieurwesen und arbeitet seitdem im Produktmarketing der Firma „Case“. „Ich liebe es, den ganzen Entwicklungsprozess mitzuerleben: von der Idee bis hin zur fertigen Maschine.“

Auch Omar Abo Elmagd aus Ägypten liebt die riesigen Maschinen. „Ich bin extra aus Kairo nach München geflogen, um nach passenden Maschinen für meine Firma zu suchen.“ Selten sei er auf einer so großartigen Messe, wie der Bauma gewesen, schwärmt er, während er neben dem Liebherr Muldenkipper T 264 für Selfies posiert. Das Volumen der Mulde fasst 130 Kubikmeter, 13 Kompaktwagen finden darin Platz. „Diese Maschine ist gigantisch, aber ich suche dann doch eher nach etwas kleinerem“, sagt Abo Elmagd und lacht. Auch davon gibt‘s auf der Bauma genug, bedenkt man, dass jeder der rund 3400 Aussteller rund 100 Exponate präsentiert.

Mit einem kleinen Bagger fangen auch der dreijährige Michael und der fünfjährige Konstantin an: „Ich find es so super, dass wir uns auf den Bagger setzen können“, ruft Konstantin begeistert. Auch die letzte Bauma hatte er mit seinem Vater besucht. Und auch wenn er später einmal nicht Baggerfahrer werden möchte, „macht es so viel Spaß, mal auf einem sitzen zu dürfen“! Die Bauma ist noch bis Sonntag, 17. April, geöffnet. Die nächste Bauma findet dann im April 2019 statt.

Tanja Buchka

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