Poststadl-Neubau in Haar billiger als gedacht 

Großbau wird 1 Mio günstiger 

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Eine positive Überraschung konnte die Abteilung Bautechnik bei der letzten Bauausschuss-Sitzung verkünden: Der Poststadl-Neubau wird um fast eine Million Euro günstiger als kalkuliert.

Es gibt sie noch, die Meldung mit absolutem Seltenheitswert: Die Kosten für eine Großbaustelle werden geringer als kalkuliert. 

In Haar ist das nun Realität geworden: Der neue Poststadl wird zum aktuellen Stand fast 935.000 Euro günstiger als prognostiziert. Und das, obwohl es im ersten Bauabschnitt auch eine unschöne Überraschung gab ... 

Eine riesige Baugrube klafft in der Haarer Ortsmitte, dort wo früher der alte Poststadl stand. Gute 13,2 Millionen Euro genehmigte der Gemeinderat, um hier ein neues kulturelles Zentrum für die Musikschule, die VHS und die Bürgerstiftung entstehen zu lassen. Jetzt konnte die Bauabteilung dem Bauausschuss doch eine enorm positive Überraschung präsentieren: 7,1 Prozent der Bruttokosten können voraussichtlich eingespart werden. Das entspricht fast einer Millionen Euro.  

Noch sind nicht alle Leistungen für den Bau vergeben, doch die größten Arbeiten wurden bereits von Firmen übernommen - und das teilweise zu wesentlich günstigeren Preisen als kalkuliert. Besonders auffällig: Der Rohbau wird von einer Firma für gut eine halbe Million weniger erstellt, als man in der Gemeinde gerechnet hatte. Auch im Fassadenbau spart sich Haar fast 190.000 Euro, die Heizung wird 92.000 Euro billiger, die Elektroarbeiten gar um 156.000 Euro und auch den Aufzug bekommt die Gemeinde um 42.500 Euro günstiger eingebaut.  

Altlasten verzögerten Bau  

Mit fast ungläubigen Blicken nahm der Haarer Bauausschuss diese frohe  Botschaft entgegen. Schließlich war der Startschuss für den Bau des Poststadls alles andere als gelungen: Schon bald fand man bei den Aushubarbeiten Relikte aus vergangenen Tagen, die niemanden zu Freudensprüngen veranlassten. Irgendwann wurden auf dem Grundstück offensichtlich beachtliche Mengen an Altöl entsorgt – das Erdreich war kontaminiert und musste aufwändig entsorgt werden. Das kostete nicht nur 91.000 Euro zusätzlich, sondern auch Zeit. Das Problem ist mittlerweile behoben – und zwar in beiderlei Hinsicht: Das Altöl ist weg und auch die verlorene Zeit wird im Moment wieder aufgeholt. Ein zweites  Arbeiterteam sorgt dafür, dass der Rohbau beschleunigt wird. Das lässt sich die Gemeinde 160.500 Euro zusätzlich kosten.  Noch nicht das endgültige Ergebnis 

Noch sind Arbeiten in Höhe von 3,36 Millionen Euro zu vergeben, doch die Abteilung Bautechnik wird   auch bei diesen Posten ein intensives Kostencontrolling durchführen. Eines muss aber ganz klar gesagt werden: Die deutliche Minderung des Gesamtpreises sind noch nicht 100-prozentig unter Dach und Fach – denn selbstverständlich ist auch die Gemeinde Haar nicht vor negativen Überraschungen gefeit. – CE – 

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