Bürgermeister möchte Bürgerarbeit in Vaterstetten völlig neu strukturieren

Neustart im Jugendzentrum?

Die Entwicklungen der letzten Wochen haben sich überschlagen, das MGH und der Verein aktiver Bürger kommen nicht mehr zur Ruhe. 

Jetzt reagiert Bürgermeister Robert Niedergesäß mit einer Pressemitteilung, in der er den Weiterbestand des Mehrgenerationenhauses in Vaterstetten zur Disposition stellt.

Nachdem die Bürgerbeauftragte nach nur gut neun Monaten aufgrund der Differenzen mit dem Trägerverein gekündigt und auch die erst vor einem Jahr neu gewählte Vorsitzende des Trägervereins mit fast dem gesamten Vorstand den Rücktritt angekündigt hat, reicht es dem Bürgermeister! „Die Entwicklung kann so nicht mehr hingenommen werden, die Außenwirkung ist desaströs und in einer solch verfahrenen Situation ist das MGH auch keinem anderen Träger seriös zumutbar,“ so Niedergesäß mit klaren Worten in einer Pressemitteilung. Für ihn ist es ein Drama, dass „durch die von einigen Beteiligten nach außen getragene oder provozierte Zerstrittenheit die in den vergangenen Jahren mühevoll aufgebaute und sehr wertvolle Bürgerarbeit und damit auch viele engagierte Mitstreiter in ein derart schlechtes Licht rücke,“ so Niedergesäß weiter. Die Gemeinde sei nicht mehr bereit, unter diesen Umständen jährlich so viel Geld zu investieren, so Niedergesäß in seiner Presseerklärung.

Der Bürgermeister werde dem Gemeinderat daher so schnell wie möglich einen radikalen Schnitt und einen Neuanfang vorschlagen. Nachdem die neuen – inhaltlichen wie administrativen – Anforderungen für Zuschüsse aus Berlin und Brüssel gestiegen sind und zudem Projekte gefordert werden, die in Vaterstetten zum Großteil schon durch die Nachbarschaftshilfe und die vhs angeboten werden, hält Niedergesäß es für den richtigen Schritt, das Projekt „Mehrgenerationenhaus“ offiziell aufzugeben und auf die Zuschüsse zu verzichten. Ferner solle die Stelle der Bürgerbeauftragten derzeit nicht nachbesetzt und das ohnehin in seiner Bausubstanz und Struktur schwierige Gebäude an der Zugspitzstraße gekündigt werden.

Einen Neubeginn könnte sich Bürgermeister Robert Niedergesäß in den Räumen des Jugendzentrums vorstellen. Dafür arbeiten Träger und Gemeinderat derzeit an einer Neukonzeption für die Jugendarbeit. Das Gebäude, das der Gemeinde gehört, sei groß und werde derzeit zumindest untertags nicht effizient genutzt. Eine Zusammenführung des Mehrgenerationenhauses und der Jugendarbeit im JUZ würde inhaltlich und räumlich Sinn machen, so Niedergesäß. Positive Nebeneffekte wären eine deutliche Reduzierung der Kosten bzw. eine erhöhte Effizienz der eingesetzten Mittel. Die zentralen Projekte des MGH könnten in den neuen Räumen fortgesetzt und sogar ausgebaut werden. 

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