BA lehnt Umwidmung Wasserburger Landstraße ab

Keine Wohnungen statt Läden

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Gegen eine Umwandlung des Ladenlokals an der Wasserburger Landstraße 220 hat sich jetzt der BA Trudering-Riem ausgesprochen.

Weniger Läden, dafür zwei Gartenwohnungen mehr – diese Pläne für die Einkaufsmeile Wasserburger Landstraße stoßen nicht nur beim Forum-Wasserburger-Landstraße auf Ablehnung, sondern auch beim Truderinger Bezirksausschuss.

Wer in München Wohneigentum sein Eigen nennt, hat gute Karten. Die Miet- und Kaufpreise für Immobilien liegen trotz Höchststand weiter im Aufwärtstrend. Auch die Stadtsparkasse München will sich diesem Trend wohl anschließen, wenn sie ihr Anwesen an der Wasserburger Landstraße 220, das ehemals ein Spielwarengeschäft beherbergte, zu Wohnungen umfunktioniert.

Alarm

Harald Böttger, der Sprecher des Forum-Wasserburger Landstraße, das die Interessen der Gewerbetreibenden an dieser Einkaufsmeile vertritt, schlug deshalb in der jüngsten Sitzung des Truderinger Bezirksausschusses Alarm. „Diese Entwicklung wäre problematisch, es gingen zwei Läden verloren. Es handelt sich um ein sehr exponiertes, schönes Ladenlokal“, so Böttger. Die Stadt sage, der Bebauungsplan weise in dem Bereich Allgemeines Wohngebiet aus und setze somit keine Beschränkungen fest. „Man müsste darauf hinwirken, dass trotz Bebauungsplan eine gesunde Mischung erhalten bleibt. Der Bezirksausschuss kann sich gegen die Umwandlung aussprechen“, sagte Harald Böttger und berichtete, dass ein Gespräch mit der Stadtsparkasse nichts gebracht habe. „Die Sparkasse sagt, in München werden Wohnungen gebraucht, die Sparkasse will keinen Laden mehr“. Stephanie Hentschel, die Vorsitzende des Truderinger Bezirksausschusses, erklärte: „ Das Quartier Wasserburger Landstraße ist eine der wenigen intakten Ladenmeilen in München, das sollte der BA thematisieren. Herr Böttger, Sie haben unsere Unterstützung!“

Einstimmig

Einstimmig war dann auch der Beschluss des Bezirksausschusses: Die Landeshauptstadt wird aufgefordert, an der Wasserburger Landstraße eine Umnutzung von Läden in Wohnungen abzulehnen und mit der Stadtsparkasse entsprechende Gespräche aufzunehmen. Gabriele Mühlthaler

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