Neue Tauschböre der besonderen Art vermittelt Kontakt und Hilfe

Hand in Hand – helfen in Haar

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Dagmar und Andreas Richter, Vorstand des Vereins „hand in hand in Haar“.

Gute zwei Monate schon gibt es den neuen Verein „hand in hand in haar“ – ins Leb en gerufen von Dagmar Richter und einige Mitstreiter. Bereits nach kurzen Zeit konnten sie viele Haarer überzeugen, dass die Idee einer „Tauschbörse der besonderen Art“

genau dem entspricht, was viele selbst schon lange gesucht haben:

Die eigenen Fähigkeiten einbringen in der Heimatgemeinde, ohne feste Zeitvorgaben. Denn Zeit ist die Währung, die eingesetzt wird, wennHilfe nötig ist. Im Prinzip ist es ganz einfach. Menschen finden zueinander, helfen einander und tun gleichzeitig etwas für den Fall, dass sie selbst einmal jemanden brauchen. Und vielfältig sind die Bedürfnisse, die sich im Alltag oft ergeben und für die sich niemand findet. Sei es, dass der Bedarf zu kurzfristig entstanden ist, sei es, dass der Bedarf nicht zu den Angeboten professioneller Dienstleister passt. Immer dann und bei vielen anderen Gelegenheiten genügt ein Anruf beim Verein (089/45 20 98 17 oder 0176/97 30 13 31) und es wird versucht, ob sich jemand in der Helferliste findet, der das Gewünschte anbietet. Dann wird eine Verbindung zwischen den beiden hergestellt und schon kann es losgehen. Ganz gleich, ob es sich um kurzfristige Kinderbetreuung handelt, um kleine Handwerks- oder Gartenarbeiten oder ob ein alter Mensch sich wünscht, eine Weile nicht alleine zu sein und jemanden zu haben, der gerne einmal zuhört. So unterschiedlich die Lebenssituationen, so unterschiedlich sind die Bedürfnisse. Aber immer gibt es jemanden, der gerade das anbieten kann, was ein anderer sich wünscht oder braucht. 

Punktekonto statt Geld

Viele wollen gerne helfen, wussten aber bisher nicht, wie der Kontakt herzustellen wäre. Andere waren unsicher, wie sie sich erkenntlich zeigen könnten, wenn ihnen geholfen wurde. Was ist angemessen und was wirkt unangemessen. Da kann es doch nur gut sein, dass im neuen Verein den Helfern die aufgewendete Zeit nur mit Punkten verrechnet und auf einem Konto gutgeschrieben wird. So kann jeder erkennen, was er bekommt oder umgekehrt, was er abgeben muss. Jeder der hilft, bekommt Punkte gutgeschrieben und jeder der Hilfe erhalten hat, zahlt mit Punkten. Entweder er hat sie bereits an anderer Stelle „erarbeitet“ oder – wenn noch keine eigenen Punkte gesammelt wurden – er zahlt einen kleinen Obolus, den der Verein dann in Punkte umrechnet und gutschreibt. 

Ein weiteres Plus dieser für Haar neuen Idee ist, dass alle Mitglieder persönlich bekannt sind und es sich immer um Haarer Bürger handelt. So ist sichergestellt, dass keiner sich in das Vertrauen seiner Auftraggeber unberechtigt einschleichen kann. Die Helfer können sich ausweisen und werden nur über den Verein vermittelt. 

Und was schenkt man jemanden, der eigentlich schon alles hat? Punkte lassen sich auch verschenken. Was für eine nette Idee, wenn die Enkelin der Oma anstelle von gekauften Überflüssigkeiten einfach Punkte schenkt, die sie im Laufe der Zeit erarbeitet hat und die diese mit Sicherheit bei der nächsten Gelegenheit sehr gut brauchen und einsetzen kann. 

Seit dem Jahr 2007  gibt es mit der Bayerischen Ehrenamtsversicherung Haftpflicht- und Unfallversicherungsschutz für ehrenamtlich und freiwillig Engagierte in Bayern. Die Versicherung ist antrags- und beitragsfrei und die Kosten trägt der Freistaat Bayern. Das ist wichtig zu wissen. Denn ob man einen Nachbarn zum Arzt fährt oder ob jemand bei der Ausübung der Hilfeleistung fällt und sich ein Bein bricht, alle diese Dinge können im Alltag immer passieren und da ist es gut zu wissen, dass im Falle eines Falles wenigstens kein finanzieller Schaden entsteht. Der Verein bemüht sich außerdem um weitergehende Absicherungen, damit der freiwillige Einsatz für die Mitmenschen ohne Befürchtungen geleistet werden kann. 

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