Grasbrunns 1. Bürgermeister zum Jahreswechsel

Finanziell auf gesunden Füßen

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Klaus Korneder, Bürgermeister der Gemeinde Grasbrunn.

Grußwort von Klaus Korneder, Erster Bürgermeister vom Grasbrunn, einer Gemeinde, in der das Miteinander groß geschrieben wird.

Wir können zufrieden auf das vergangene Jahr zurückblicken. Grasbrunn steht finanziell auf gesunden Füßen, was für die Kommunen in der heutigen Zeit nicht selbstverständlich ist. Das ist zum einen der Verdienst der Grasbrunner Unternehmen, die mit ihrem Gewerbesteueraufkommen zu diesem Ergebnis maßgeblich beitragen. Darüber hinaus verdient aber auch der Gemeinderat Anerkennung, der verantwortungsvoll und diszipliniert die gemeindlichen Ausgaben festlegt. Eine der größten Aufgaben im Jahr 2012 war die Fortführung der Lärmschutzanlage an der A 99 im Gemeindeteil Grasbrunn. Damit meine ich nicht nur die hohen Kosten sondern auch die vielen Gespräche mit den Grundstückseigentümern, die damit verbunden waren. Nun stehen die Maßnahmen unmittelbar vor der Fertigstellung. Leider ist eine Lärmschutzanlage in Neukeferloh durch die Autobahndirektion derzeit noch nicht absehbar. Jedoch stehen wir in Verhandlungen darüber, dass im Bereich unseres größten Gemeindeteils vorab ein lärmmindernder Straßenbelag aufgebracht wird.

Hervorzuhebende Bedeutung hat in unserer Gemeinde seit vielen Jahren die Kinderbetreuung. „Bis 2013 einen Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz für unter Dreijährige garantieren“ – so lautete das Ziel des Familienministeriums. Für die Kommunen bedeutet dies eine große Herausforderung, denn es mangelt am Raumangebot sowie an pädagogischem Fachpersonal. Grasbrunn erfüllt die Anforderung der Eltern nach ausreichenden Betreuungsplätzen – auch für Kinder vor dem vollendeten dritten Lebensjahr. Gerade bei der Betreuung von Kindern im Krippenalter erkennen wir in der jüngsten Vergangenheit einen ständig steigenden Bedarf, dem wir gerecht werden wollen. Im Bürgerhaus Grasbrunn werden daher zeitnah die Möglichkeiten durch bauliche Maßnahmen geschaffen, um voraussichtlich ab Frühsommer 2013 hier bis zu 14 Kinder ab einem Jahr zu betreuen. 

Das Miteinander wird in unserer Gemeinde groß geschrieben. Die vielen ehrenamtlich Tätigen in den unterschiedlichsten Bereichen tragen dazu bei, dass Grasbrunn sichere Schulwege, ein breit gefächertes kulturelles Angebot und ein intaktes Vereinsleben besitzt – um nur einige zu nennen. Besonders zu erwähnen sind an dieser Stelle die gemeindlichen Feuerwehren, die in vielen ehrenamtlichen Stunden im Dienst am Nächsten nicht nur zur Sicherheit der Bevölkerung beitragen, sondern darüber hinaus noch viele weitere Aufgaben übernehmen. Ihnen allen sage ich „Danke“.

Um den freiwillig Dienstleistenden auch im größten Gemeindeteil Neukeferloh ein modernes und zeitgemäßes Arbeitsumfeld zu bieten, soll im kommenden Jahr mit dem Bau des neuen Neukeferloher Feuerwehrhauses begonnen werden. Die dann frei werdenden Flächen im Rathaus können als dringend benötigte Büroflächen genutzt werden.

Ortsleitbildprozess kommt voran

Viele engagierte Bürger haben sich mit ihren Ideen und Vorschlägen im seit 2010 laufenden Ortsleitbildprozess eingebracht. Mit der Übernahme erarbeiteter Ziele durch den Gemeinderat im April wurde der Prozess auf eine neue Ebene gehoben. Sowohl der Umgang mit dem ständig steigenden Verkehrsaufkommen als auch die Entwicklung auf Grasbrunn zugeschnittener Strategien für die Zukunft stehen hier im besonderen Fokus.

Die seit einigen Wochen angebotene und eng mit der Grundschule abgestimmte Leseförderung von Grundschülern gehört wie der geplante „Lese- und Kulturtreff“ im Bürgerhaus Neukeferloh zu den ersten greifbaren Ergebnissen. Selbstverständlich ist eine Mitarbeit in den Projektgruppen auch weiterhin jederzeit möglich. Ich bitte Sie, fühlen Sie sich angesprochen, bringen Sie sich ein im Leitbildprozess, wirken Sie aktiv an der Entwicklung unserer Gemeinde mit. 

Im Rahmen ihrer Möglichkeiten wird die Gemeinde Grasbrunn ihren Beitrag für die Umwelt leisten, sei es durch die energetische Sanierung gemeindlicher Liegenschaften wie dem Bürgerhaus Harthausen oder durch den Ausbau der Photovoltaik auf den Dächern des Rathauses und des Bürgerhauses Neukeferloh.

Grundsätzlich ist es heute schon möglich, Windkraftanlagen als sog. „Privilegierte Maßnahmen“ zu errichten. Durch die Aufstellung eines „Teilflächennutzungsplan Windkraft“ nutzt die Gemeinde ihre Möglichkeiten zur Steuerung der Gemeindeentwicklung. Seit Frühjahr dieses Jahres verhandeln wir gemeinsam mit unseren Nachbargemeinden Vaterstetten und Zorneding intensiv mit einem Investor über die Umsetzung des gemeinsamen Geothermieprojekts. Die Entscheidung der jeweils zuständigen Gremien über eine Realisierung des Projekts steht unmittelbar bevor.

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