Anträge an die Truderinger Bürgerversammlung 

Da drückt die Bürger der Schuh

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Über Parksuchverkehr von Badegästen des Riemer Sees beschwerten sich Anwohner der Astrid-Lindgren-Straße auf der diesjährigen Bürgerversammlung.

Heilung vom Verkehrsproblem Am Mitterfeld verspricht sich Eva Raith vom „Aktiven Zentren Konzept“ Straßtrudering. „Das ist einmalig, der Umgriff umfasst auch die Kreuzung Kirchtrudering“, so Raith. Es werde die Beruhigung der Straße Am Mitterfeld untersucht. 

Wie berichtet, wird im Rahmen dieses Bund-Länder-Programms seit rund drei Jahren untersucht, ob und wie die Attraktivität des Truderinger Ortskerns gesteigert und für die Zukunft fit gemacht werden kann. Beschlüsse über die Umsetzung fehlen bisher jedoch. Eva Raith erklärte, schon jetzt würden kleine Schritte zur Ortskernberuhigung verwirklicht. Sie forderte, die Lkw-Verbotsschilder am Mitterfeld deutlich sichtbar anzubringen und Kontrollen durchzuführen. Des Weiteren beantragte Raith, auch in Nord-Süd-Richtung ein Lkw-Verbot auszusprechen sowie eine Tempo-30-Regelung. Dem stimmten die Truderinger zu. 

„Trau dich nach Trudering“

Angela Reim von einer Elterninitiative aus der Messestadt beantragte einen sicheren Schulweg zum Truderinger Gymnasium. Inoffiziell nenne man sich „Trau dich nach Trudering“, denn mit dem Rad sei das Gymnasium an der Markgrafenstraße nur über mehrere Verkehrs-Gefahrenstellen erreichbar. „Wir wollen den Radverkehr stärken, es ist ein Riesenvorteil, wenn die Kinder mit dem Rad fahren! Sie brauchen 15 statt 35 Minuten zur Markgrafenstraße, haben Bewegung und es fahren weniger Autos“, betonte Reim. Sie forderte, die neuralgischen Punkte zwischen Messestadt und Gymnasium zu entschärfen. Im Einzelnen: Rappenweg und Schwablhofstraße sollen gewidmet und ein Zweirichtungs-Radweg soll markiert werden. In der Kurve Rappenweg/ Schwablhofstraße ist auf der Ostseite ein Zweirichtungs-Radweg auszuweisen. Die Unterführung solle durch Geländer oder Ähnliches entschärft werden, der Radweg an der Friedenspromenade muss besser markiert werden. Dies alles beschloss die Bürgerversammlung. 

Parksuchverkehr von Badegästen macht Peter Seifert und anderen Anwohnern im Bereich des Wendehammers an der Astrid-Lindgren-Straße das Leben schwer. „Der Weg vom offiziellen Badesee-Parkplatz ist vielen zu weit, zudem ist der Parkplatz oft belegt. An die Tausende fahren auf Suche nach einem Parkplatz in die Astrid-Lindgren-Straße und wieder zurück. Das ist eine extreme Belastung und das in der autofreien Messestadt!“ klagte Seifert. Gefährlich seien auch die Wendemanöver auf der Promenade. Die Polizei verteile regelmäßig Strafzettel, es werde abgeschleppt. „ Es ist ein absurdes Szenario und eine Zumutung für die Anwohner, die nicht zu überbieten ist an Sinnlosigkeit“, schimpfte Seifert und forderte, die Astrid-Lindgren-Straße zwischen den Hausnummern 62 und 125 für den öffentlichen Verkehr zu sperren. Die Bürgerversammlung stimmte zu.  

Neupflanzungen für den BUGA-Park

Die Unterstützung der Truderinger bekam auch ein junger Mann für seinen Antrag, Ersatzpflanzungen im Riemer Park vorzunehmen. „Der Park soll wieder in den Zustand versetzt werden, in dem er beabsichtigt war. Es müssen endlich neue Bäume her für alte, die nicht durchhalten. Auf der Promenade sind viele Robinien geknickt, die Stadt sagt, sie hätte die „Düsenwirkung“ unterschätzt“, so der Bürger. Er beklagte tote Kastanienwälder im Süden des Sees und Eschen, die nicht wüchsen. Der Vertreter der städtischen Gartenbauabteilung erklärte, das Problem sei bekannt, die Robinien seien bei einem Sturm geknickt worden und würden heuer noch nachgepflanzt. „Wir wissen, dass viele Kastanien und Eschen am Absterben sind, mehrere hundert Bäume und Böden müssen ausgetauscht werden. Das dauert mehrere Jahre, bis das geschehen ist“, so der städtische Gärtner. Erschwerend komme hinzu, dass die Baumauswahl mit dem Park-Architekten Gilles Vexlard abgesprochen werden müsse und das „wird nicht so schnell gehen“. 

Bernhard Doleschel vom Elternbeirat der Turnerschule forderte eine Mensa und die vorübergehende Aufstellung von Containern, da der Raum für Ganztags- und Hortplätze schrumpfe und der Betreuungsschlüssel im kommenden Schuljahr von 65 auf 50 Prozent sinken werde. Die Bürgerversammlung stimmte zu. Schulreferats-Vertreter Schreiner erklärte, an der Turnerschule stünden 24 Lehrräume für 21 Klassen zur Verfügung. Die Landeshauptstadt investiere grundsätzlich nicht in Neubauten für die Mittagsbetreuung. Kein Problem sei es, die Ausstattung der Küche zu verbessern. 

Zustimmung bekamen auch folgende Anträge: Die Freischaltung des Internetanschlusses für die Mittagsbetreuung der Astrid-Lindgren-Schule. Keine weitere Umbenennung von Truderinger Kolonialstraßen. Mehr Spielstätten für Jugendliche in Trudering.   Gabriele Mühlthaler

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