Kunstwerk bei Tribünen wird nicht realisiert

Bruchlandung der Knikkebeinen Ravens

Aus für die Riesenraben, die auf dem Vorplatz der alten Flughafentribünen landen sollten. Die Skulptur „Knikkebeinen Ravens“ des belgischen Künstlers Panamarenko wird nicht realisiert, weil dieser an der technischen Umsetzung scheiterte.

Sie hätten sicher gut hingepasst vor die denkmalgeschützten Tribünen des ehemaligen Flughafens München Riem: Die acht Meter große Rabenmutter mit dem fünf Meter hohen Küken, deren Flügel sich im Wind bewegen sollten. Aus Stahl, Aluminium und Polypropylen wollte der belgische Künstler Panamarenko die Skulpturen herstellen, doch er bekam die Sache nicht gebacken.

Im Vorfeld hatten Statiker und Techniker sich damit befasst, wie das Kunstwerk wetterfest errichtet werden könnte. Denn auf dem Riemer Gelände wehen nicht nur laue Lüftchen, sondern auch heftige Stürme. Dem sollten die Raben gewachsen sein, damit nicht einem Passanten Teile der Großskulpturen um die Ohren flögen, wenn der Wind auffrischte. „Der vereinbarte Deal hieß, für Konzept und Umsetzung ist der Künstler zuständig. Das hat er  nicht hinbekommen“, erklärte Marc Gegenfurtner vom städtischen Kulturreferat im Gespräch mit der HALLO-Redaktion.

Neuer Wettbewerb

Nun wird erneut ein Wettbewerb für die Kunst vor den Flughafentribünen ausgeschrieben, denn als Panamarenko das Rennen machte, hatte der zuständige Programmbeirat entschieden: „Der oder keiner!“. Einen zweiten Preis gab es nicht, deshalb muss das Verfahren erneut anlaufen. Voraussichtlich noch in diesem Jahr werden mehrere Künstler zum Wettbewerb um die Kunst am Tribünenbau eingeladen, auch der Stadtrat bekommt die Sache im kommenden Jahr erneut auf den Tisch. Welches Kunstwerk einmal den Tribünen-Vorplatz schmücken wird, ist wieder ebenso offen wie die Frage, wann das sein wird.

Gabriele Mühlthaler

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