„Hoffen auf Olympia 2018“

In Haar scheinen die Bürger nach wie vor sehr zufrieden mit der Arbeit der Verwaltung zu sein. Bei der Bürgerversammlung (HALLO berichtete) meldeten sich jedenfalls nur fünf Bürger zu Wort.

Die Feuerwehrzufahrt im Jagdfeldring bei Haus-Nummer 60 sei im Zuge der Umbaumaßnahmen in zwei Parkplätze verwandelt worden, beanstandete Anton Hötzinger. Jüngst habe es dort einen Notfall gegeben, das Navi der Sanitäter lotste sie vor die ehemalige Zufahrt, wo sie nicht weiterkamen, erklärte er weiter. Die Ersthelfer mussten daher zurück und über die Ludwig-Thoma-Straße einen Umweg von achteinhalb Minuten fahren – bei einem akuten Notfall ein Unding. Hötzinger wünschte sich einen Ortstermin. Bürgermeister Helmut Dworzak sowie der zuständige Fachmann versprachen, sich darum zu kümmern. „Wir kommen auf Sie zu“, betonte Dworzak. Kommunale Überwachung Andreas Rieder, CSU-Gemeinderatsmitglied, wollte von Bürgermeister Dworzak wissen, welche Fortschritte die angeregte kommunale Überwachung im Maierfeldweg mache. Sie sei versprochen gewesen, aber bislang noch nicht durchgeführt worden. Die Zweite Bürgermeisterin Gabi Müller entgegnete, dass man dort bereits Messstellen zur Überprüfung der Verkehrsgeschwindigkeit eingerichtet hätte. Zonensystem der MVG Peter Burmann nutzte die Gelegenheit, die anwesende Landrätin Johanna Rumschöttl auf das teure Zonensystem der MVG anzusprechen. Für viele Pendler wäre es günstiger, wenn das Netz nicht in Ringe, sondern Sektoren eingeteilt werden würde, erklärte er. Damit würde man vielleicht auch die vielen Autofahrer aus Ebersberg und Rosenheim los, die auf dem kostenfreien Parkplatz am Haarer Bahnhof parkten, um von dort in die Münchner Innenstadt zu fahren. „Das ist ein großes Problem innerhalb des Landkreises“, antwortete Rumschöttl. Aber das Zonensystem sei leider ziemlich festgefahren. Hoffnung könnten die möglichen Olympischen Winterspiele 2018 in München machen: „Die Olympischen Spiele haben uns schon eine S-Bahn gebracht. Vielleicht bringen sie uns auch ein gescheites Tarifsystem.“ Bezüglich der vielen nicht Haarer Autofahrer auf dem Parkplatz antwortete Dworzak, dass das bereits bekannt sei und man sich überlege, den Parkplatz kostenpflichtig zu machen: „Viele Gemeinden reagieren, indem sie einen Park&Ride-Parkplatz errichten. Auch wir in Haar werden uns das durchaus überlegen.“ Schmutziges Jagdfeldzentrum? „Das Jagdfeldzentrum ist eines der schmutzigsten Einkaufszentren im Münchner Umkreis“, monierte Monika Winkelmann und wollte wissen, wer für die Reinigung verantwortlich sei. Angesichts dieses Vorwurfs zeigte sich Dworzak überrascht: „Ich teile Ihre Meinung nicht. Seit der Sanierung ist das viel besser geworden.“ Außerdem sei nicht die Gemeinde, sondern der bayerische Städtebau, der die Kosten für die Reinigung auf die Geschäfte umlegt, für die Sauberhaltung zuständig. Wer Leute sieht, die ihren Müll liegen lassen, sollte sie gleich zum Aufräumen anhalten, so Dworzak. Eine weitere Möglichkeit wäre, den Hausmeisterdienst anzurufen, der dafür verantwortlich sei. Lärmschutzwand und kein Ende „Wie sieht es mit der Lärmschutzwand aus? Meiner Meinung nach sollte da schon was passiert sein“, erkundigte sich Dietz-Ulrich Schwarz. Die Antwort des Bürgermeisters fiel kurz aus: „Ja. Sie wühlen in meinen Wunden.“ Aus Haarer Sicht und von Haarer Seite gäbe es keinen Grund, den Bau der Lärmschutzwand weiter zu verschieben. Bei der Bahn aber diskutiere man noch immer, ob man für die Lärmschutzwand ein Planfeststellungs- oder ein Plangenehmigungsverfahren anstrengen müsse. Immerhin sei aber die Höhe der Mauer bereits bestimmt. „Wir sind durch viele Wechselbäder gegangen“, resümierte Dworzak. „Und ich glaube es immer noch nicht, dass die Unterlagen heuer noch nach Frankfurt gehen.“ – KF–

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