Witwe versteigert Interieur von Gerd Käfers Partyhaus in Kitzbühel

Ihr letzter Abschied von Gerd Käfer

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Uschi Ackermann zeigt einen Gartenzwerg, der Karten spielt und beim Pool stand. Kartenspielen war eine der vielen Passionen ihres Gatten.
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Buntes, Schrilles, Edles und Rustikales: Was einst Käfers Partyhaus in Kitzbühel zierte, wurde nun versteigert. Der Löwe etwa ging für 1000 Euro weg, die Nymphenburger Porzellanfiguren für etwa 10 000 Euro.
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Buntes, Schrilles, Edles und Rustikales: Was einst Käfers Partyhaus in Kitzbühel zierte, wurde nun versteigert. Der Löwe etwa ging für 1000 Euro weg, die Nymphenburger Porzellanfiguren für etwa 10 000 Euro.
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Buntes, Schrilles, Edles und Rustikales: Was einst Käfers Partyhaus in Kitzbühel zierte, wurde nun versteigert. Der Löwe etwa ging für 1000 Euro weg, die Nymphenburger Porzellanfiguren für etwa 10 000 Euro.
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Buntes, Schrilles, Edles und Rustikales: Was einst Käfers Partyhaus in Kitzbühel zierte, wurde nun versteigert. Der Löwe etwa ging für 1000 Euro weg, die Nymphenburger Porzellanfiguren für etwa 10 000 Euro.
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Buntes, Schrilles, Edles und Rustikales: Was einst Käfers Partyhaus in Kitzbühel zierte, wurde nun versteigert. Der Löwe etwa ging für 1000 Euro weg, die Nymphenburger Porzellanfiguren für etwa 10 000 Euro.
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Buntes, Schrilles, Edles und Rustikales: Was einst Käfers Partyhaus in Kitzbühel zierte, wurde nun versteigert. Der Löwe etwa ging für 1000 Euro weg, die Nymphenburger Porzellanfiguren für etwa 10 000 Euro.

Dass Gerd Käfer so viele Fans hat, damit hat Uschi Ackermann nicht gerechnet. „Der Ansturm war gigantisch“, sagt die Bogenhauserin über die Auktion für das Interieur des Kitzbüheler Partyhauses. Sogar die Gartenzwerg-Sammlung kam unter den Hammer. Was außerdem feilgeboten wurde und warum, lesen Sie hier.

Legendäre Partys wurden dort gefeiert, mit den feinsten Speisen, erlesenen Getränken und illustren Gästen. Jetzt verkauft die Witwe des Gourmet-Königs Gerd Käfer das Anwesen in Kitzbühel, der Verkaufspreis liegt bei 7,3 Millionen Euro. Das Interieur des Hauses, in dem das Paar die rauschenden Feste feierte, ist am Dienstag im Auktionshaus Hampel in der Schellingstraße versteigert worden.

„Loslassen tut gut“, findet Uschi Ackermann, die 26 Jahre lang mit dem berühmten Erfinder des Caterings zusammen war. Die 69-Jährige will lieber dankbar sein für die gemeinsame Zeit mit ihrem Gatten, als in Trauer zu versinken. „So wollte Gerd das auch“, erzählt sie.

Ihr 2015 verstorbener Mann hatte sogar seine Beerdingung, seine letzte große Party, minutiös geplant – es sollte ein Fest werden. Ob der durchaus perfektionistische Unternehmer mit der Ausstellung im Auktionshaus Hampel zufrieden wäre, darüber lässt sich nur spekulieren. „Gerd wäre begeistert“, meint immerhin Ackermann.

Bunt und schrill sind sie, die vielen Dekoelemente, die das Auktionshaus an den Mann gebracht hat. Da steht etwa ein großer Löwe, mit einem Vermerk darauf: Eine Künstlerin hat ihn für Käfers 75. Geburtstag handgefertigt, mit Käferdekor – nach Versace-Vorlage.

Auch praktische Sachen sind unter den Hammer gekommen: etwa die Champagnersammlung, der Barbestand, die urigen Bauernstühle oder die vielen Geweihe und Jagdtrophäen. Es sind vor allem Erinnerungen an den Kulinarik-Künstler, die über den Tisch gegangen sind. Die Witwe muss bei vielen Stücken, die verkauft wurden, schmunzeln, etwa beim Akkordeon. „Gerd liebte es, Musik zu machen für seine Gäste“, erzählt sie. Die Sache hatte allerdings einen Haken: „Er war völlig unmusikalisch.“ Doch für seine Gäste legte er sich gewissermaßen kreativ ins Zeug – und ließ kurzerhand einen Kassettenrecorder einbauen. „Gemerkt hat das mit dem Playback keiner“, sagt Ackermann und grinst schelmisch. Schade findet sie indes: Die Gäste, die damals im Kitzbüheler Anwesen mit dem Paar dinierten, laden die Witwe seit Käfers Tod nicht mehr ein. Enge Freunde, etwa das Multi-Millionärs-Ehepaar Müller aus Stuttgart, das Ackermann auch zu Weihnachten geladen hat, gibt es freilich. Aber etliche sind seit Käfers Tod von der Bildfläche verschwunden. Wie nun auch die vielen Erinnerungen aus Kitzbühel.

Über den Ansturm bei der Auktion war Ackermann begeistert: „Ich wusste nicht, dass Gerd so viele Fans hatte.“

Auch Bekannte des Gourmets waren gekommen, um mitzusteigern, ein Käufer aus Südfrankreich, einer aus den USA, etliche aus Kitzbühel.

Ob das Loslassen schmerzhaft ist? „Nein“, lautet Ackermanns Antwort. „Gerd hatte es so gewollt.“ Noch vor seinem Tod hatte er festgelegt, welcher Anteil des Hausverkaufes an Ackermann geht, die in Bogenhausen wohnt, und welcher an Sohn Christian. Denn eines war allen klar: Ohne Gerd Käfer ist das Partyhaus nicht mehr das, was es war. Hanni Kinadeter

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