Nach Ehe-Aus der Festzelt-Betreiber

Peter Pongratz "Freiwillig geb ich die Wiesn nicht auf!"

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Arabella und Peter (Mitte) Pongratz wollen das Winzerer Fähndl trotz Trennung die nächsten vier Jahre lang gemeinsam betreiben. Nach Andreas Geitls Ausscheiden ist Tobias Bosch neuer Küchenchef (l.), Paulaner-Chef Andreas Steinfatt (r.) hat keine Ambitionen, Wiesnwirt zu werden.

München - Das Ehe-Aus der Winzerer Fähndl-Betreiber Arabella und Peter Pongratz sorgte für Schlagzeilen. Wie es jetzt mit dem gemeinsamen Zelt weitergeht

Wochenlang sind das Ehepaar Arabella und Peter Pongratz und sein Liebes-Aus durch die Schlagzeilen gejagt worden, wilde Gerüchte kursierten um die Nachfolge des Wiesnwirts. Jetzt hat Paulaner-Geschäftsführer Andreas Steinfatt zum offiziellen Gespräch geladen, um den Spekulationen ein Ende zu bereiten. Steinfatt stellte aber gleich vorweg klar: „Es soll hier nicht um das Privatleben der Familie Pongratz gehen.“

Somit bleiben die Hintergründe der Trennung und etwaigen Scheidung unklar. Fest steht indes: „Wir werden weiterhin gemeinsam das Winzerer Fähndl betreiben“, sagte Peter Pongratz. Es bestehe ein Vertrag mit Paulaner, laut dem er und seine Noch-Ehefrau das Wiesn­zelt weitere vier Jahre lang führen. Überhaupt, so beteuerte Peter Pongratz, würde er die Position des Wiesnwirtes „nie freiwillig aufgeben.“ Denn: „Wiesnwirt zu sein ist eine Art Papststelle“, findet er zumindest selbst. Erst im vergangenen Jahr hatte der 72-Jährige den Nockherberg aufgegeben, zum Jahresende hin ließ Arabella Pongratz ihn aus dem Handelsregister der Grünwalder Einkehr austragen.

Medienberichten zufolge war er mit seinen Liebeleien zu weit gegangen und Arabella setzte ihn schließlich vor die Tür. Das ist nicht alles: Auch Küchenchef Andreas Geitl, langjähriger Wegbegleiter von Peter, wurde ersetzt. Und zwar durch Tobias Bosch, der nun auch auf der Wiesn Küchenchef ist. Arabella Pongratz betreibt die Einkehr inzwischen zusammen mit Tochter Ramona, die heuer als Praktikantin Wiesn­luft schnuppert.

Von einer Nachfolge als Wiesn­wirtin will Mutter Arabella nichts wissen: „Sie ist gerade mal 20 – das ist viel zu früh.“ Steinfatt, der ebenfalls als Peter Pongratz’ Nachfolger im Gespräch war, dementierte: „Ich schließe es völlig aus, Wiesn­wirt zu werden.“ hki

Wegen Sicherheitskosten: Die Wiesn wird teurer werden

Die Wiesn wird teurer – die Maß soll heuer mehr als 11 Euro kosten. Im vergangenen Jahr lag der Preis bei 10,95 Euro. Der Preis steigt auch, weil die Wirte voraussichtlich höhere Abgaben an die Stadt zahlen müssen wegen der höheren Kosten für die Sicherheit. „Die Gewährleistung der Sicherheit auf dem Oktoberfest ist zwingende Voraussetzung für die Durchführung des Festbetriebes“, betonte Zweiter Bürgermeister Josef Schmid. „Dabei hat die Veränderung der abstrakten Bedrohungslage seit 2016 zu einem Anstieg der Sicherheitskosten geführt, welche die Stadt auf das Fest umlegen muss.“ So sollen große Zelte heuer 7,8 Prozent des Nettoumsatzes für die Sicherheit abgeben – bislang waren es nur 5,1 Prozent. Voraussichtlich am 15. Mai soll das endgültige Finanzierungskonzept für die Wiesn 2018 veröffentlicht werden.

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