Architekt Werner Frosch will Mega-Projekt am Ostbahnhof gestalten

Entwirft er den Konzertsaal?

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Werner Frosch vom Architektenbüro Henning Larsen
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Das Konzerthaus in Reykjavik, Island
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Das Konzerthaus in Reykjavik, Island
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Die Oper in Kopenhagen, Dänemark
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Die Oper in Kopenhagen, Dänemark
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Konzert- und Kongresszentrum in Uppsala, Schweden
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Konzert- und Kongresszentrum in Uppsala, Schweden

Sein Traum ist es, die Philharmonie zu planen: Werner Frosch (Foto) ist im Rennen um begehrten Bau am Ostbahnhof. Sein Büro Henning Larsen ist eines von sechs privilegierten Architekten-Büros, die zum Wettbewerb geladen wurden. Wie es für Frosch jetzt weitergeht, lesen Sie hier.

Er ist einer von sechs Architekten, die schon feststehen, im Kampf um das begehrteste Bauwerk in München: Werner Frosch vom Architektenbüro Henning Larsen. Sein Büro darf teilnehmen beim Wettbewerb um den Bau des Konzerthauses im Werksviertel am Ostbahnhof.

Für den gebürtigen Münchner ist es ein Traum, den Konzertsaal seiner Heimatstadt zu entwerfen. „Das ist eine der wenigen und großen Konzerthallen, die überhaupt gerade gebaut werden – und dann auch noch in München.“ In Träumen schwelgen will der 42-Jährige aber nicht, dafür ist er zu sehr Realist: „Die Chancen, dass wir den Auftrag bekommen, stehen nur 1 zu 35.“

Zwar gehört Henning Larsen Architects zu den sechs privilegierten Büros, die eingeladen wurden, am Wettbewerb teilzunehmen. Doch die Konkurrenz ist groß: 29 weitere werden im Oktober ausgewählt, insgesamt buhlen also 35 Büros mit ihren Ideen, Entwürfen und Modellen um den Auftrag. Beworben auf die restlichen 29 Plätze haben sich mehr als 200 Architekturbüros, davon etliche Rivalen aus München.

Immerhin hat Froschs Büro einige Erfahrung, was den Bau von Konzerthallen anbelangt: Henning Larsen Architects haben die Oper in Kopenhagen, die Konzerthalle von der isländischen Hauptstadt Reykjavik, von der schwedischen Großstadt Uppsala und vielen weiteren Städten entwickelt.

Seine Wurzeln hat das Büro in Skandinavien. Frosch hat elf Jahre lang in der Zentrale in Kopenhagen getüftelt, bevor er 2011 das Münchner Büro gründete und die heuer eröffnete Konzernzentrale von Siemens erbaute. Nordisches Design in der Hauptstadt Bayerns – geht das überhaupt? „Eine Zirbelstube kommt sicher nicht von uns“, sagt Frosch. „Aber von nordischem Stil kann man nicht sprechen, sondern eher von einer Haltung.“ Denn die Architektur der Gebäude unterscheide sich optisch ohnehin stark. Was ihnen jedoch gemein ist: „Alle Gebäude haben den Zweck, dass sich dort Menschen treffen und miteinander kommunizieren.“

2400 Zuschauer sollen im Konzerthaus auf 5300 Quadratmetern Platz finden. Im März reichen die Architekten ihre Arbeiten ein, im Mai trifft die Jury eine Entscheidung. Mit dem Bau soll es 2019 losgehen – das erste klassische Konzert könnte 2021 stattfinden.
hki

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