Seltenes Phänomen

Baby-Sensation: Die ersten Drillinge 2017 im Klinikum Harlaching

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Mama Irnesa ist überglücklich, dass ihre Drillings-Jungs gesund sind.

Harlaching - Ein 21-köpfiges Krankenhaus-Team half den Drillingen Mitte Februar im Klinikum Harlaching auf die Welt. Hallo hat alle süßen Details.

Es ist sogar in der Millionenstadt München etwas seltenes: Die 24-Jährige Irnesa brachte im Klinikum Harlaching die Drillings-Jungs Isah, Davud und Damin auf die Welt. "Vom ersten Schock über große Sorge und Vorfreude – es war alles dabei. Jetzt ist es ein wunderschönes Gefühl - und noch schöner, dass sie jetzt da sind", beschreibt die frisch-gebackene Mama. Die Eltern wurden schon lange vor der Geburt im Klinikum betreut, denn gerade Mehrfachgeburten gelten als Risikoschwangerschaften. Nur bei einer von 7000 Geburten bringt die Mama Drillinge zur Welt. Also sogar für das Klinikum Harlaching eine Besonderheit!

Insgesamt 21 Pflegekräfte, Hebammen und Ärzten halfen den drei Jungs dann in einer fünfstündigen Operation knapp neun Wochen vor dem errechneten Geburtstermin auf die Welt. Innerhalb von wenigen Minuten waren alle Kinder da - für jeden Drilling stand ein eigener Neugeborenenspezialist bei der Erstversorgung zur Verfügung.

Auch nach der Geburt überwachen der Chef der Neonatologie, Prof. Marcus Krüger und sein Team die Entwicklung der Frühchen.

"Die Entwicklung der Kinder und auch die Gesundheit der Mutter müssen besonders intensiv überwacht werden", sagt der Chefarzt der Neonatologie, Prof. Marcus Krüger. Durch die enge Anbindung der Geburtsklinik an die angeschlossene Kinderklinik und das Perinatalzentrum Level 1 (also die höchste Versorgungsstufe für Frühgeborene) kann eine sichere Versorgung bei Risikoschwangerschaften und für Früh- oder Neugeborene möglich gemacht werden.

"Wir haben bereits Wochen vor der Geburt ausführlich mit den Experten über alles gesprochen, kannten die Abläufe und haben uns gut aufgehoben gefühlt. Auch wegen der medizinischen Versorgung haben wir uns bewusst für das Klinikum entschieden", erzählt die frischgebackene Dreifachmutter.

Auch das Team der Neonatologie im Klinikum Harlaching freut sich mit der Mama über Isah, Davud und Damin.

Mit einer Entbindung neun Wochen vor dem Termin gelten die drei Brüder als Frühgeborene. Nach einer reibungslosen Geburt war es jetzt vor allem wichtig, die junge Familie möglichst bald nach Hause schicken zu können. „Die Expertise unseres Pflegeteams spielt bei Kindern unter 1500 Gramm Geburtsgewicht für uns Ärzte eine entscheidende Rolle, um den Start ins Leben und die Entwicklung positiv zu gestalten", sagt Chefarzt Krüger. "Die besondere Fürsorge und ein intensiver Kontakt zu den Eltern in einer Ausnahmesituation ist darüber hinaus ein wichtiger Schwerpunkt, der unsere Pflege auszeichnet". 

Die frischgebackenen dreifachen Eltern aus München mit bosnischen Wurzeln sind froh, dass alles ohne Komplikationen geklappt hat und freuen sich, dass sie auch mehrere Wochen regelmäßig daheim von einer Pflegekraft aus dem Klinikum begleitet werden. Für das Paar sind Isah, Davud und Damin schließlich die ersten Kinder - und bei gleich drei auf einen Schlag ist in der Anfangsphase jede Hilfe willkommen.

Klinikum Harlaching erweitert seine Kapazitäten

Damit auch andere Eltern ihre Kinder problemlos gebären, erweitert das Klinikum Harlaching gerade die Kapazitäten im Geburtsbereich um weitere 1500 Geburten pro Jahr. Durch neue Gebäude in Harlaching und Schwabing sollen in Zukunft mit angeschlossenen Kinderkliniken und Neonatologie-Zentren alle Altersklassen von einem extrem kleinen Frühchen bis zum Jugendlichen abgedeckt werden.

Mit über 6000 Geburten pro Jahr erblicken hier im deutschlandweiten Vergleich der Geburtskliniken die meisten Babys das Licht der Welt. Insgesamt kamen in München 2016 rund 18 000 Kinder zur Welt. Durchschnittlich bedeutet das also zwei bis drei Mal im Jahr Drillinge für München.

Ihr "Soll" hat das Städtische Klinikum München mit einer Drillingsgeburt im Jahr bereits jetzt statistisch gesehen durch Irnesa und Drillings-Papa Sabahet erfüllt. "Das ist ein guter Start – so kann es jetzt weitergehen", schmunzelt Prof. Marcus Krüger. "Wirklich wichtig ist aber, dass sich alle drei Jungs in einem guten Gesundheitszustand befinden und auch die Mutter wohlauf ist.“

jl

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