Digital, mobil und flexibel soll sie sein

Haarer CDU beteiligt Bürger an Gestaltung einer neuen BürgerApp

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In einem Workshop konnten Haarer Bürger ihre eigenen Ideen zum Aufbau und Inhalt der geplanten BürgerApp selbst einbringen und Vor- und Nachteile im Gruppenrahmen diskutieren.

Meterhohes Unkraut in der Bahnunterführung, kaputte Straßen oder falsche Straßenschilder. Es gibt viel, was der Bürger beim alltäglichen Spaziergang durch seine Gemeinde bemängeln könnte. Mit einer BürgerApp hätte er sofort einen Ansprechpartner dafür. Ein kurzer Griff zum Smartphone und schon könnte man die Gemeinde auf den Missstand aufmerksam machen. Dies ist nur eine der vielen Möglichkeiten, die eine solche BürgerApp bieten würde. Das könnte schon bald in Haar Realität werden, die CSU verfolgt dort eben jene Vision. Damit ein solcher zukünftiger Austausch zwischen Bürgern und Gemeinde erfolgreich umgesetzt werden kann, hat die CSU zu einem Workshop eingeladen, in dem Bürger ihre Ideen und Meinungen in das Projekt „BürgerApp“ einfließen lassen konnten.

In einer gemischten Runde wurden zwei Modelle und die Frage „Warum eine App?“ kritisch hinterfragt und abgewogen. Nachdem Ortsvorsitzender Andreas Bukowski zusammen mit seinem Stellvertreter Felix Grabmeyer mit einer kurzen Präsentation in das Thema einstieg, war es an den Bürgern, den weiteren Verlauf des Workshops zu gestalten. Die Teilnehmer wurden in zwei Gruppen unterteilt. Die erste Gruppe beschäftigte sich mit dem Thema „Information“, sprich was die App können soll. Die andere Gruppe bekam das Thema „Entscheidung“, das heißt welche vergangenen Entscheidungen der Gemeinde wären für die BürgerApp geeignet gewesen. Zudem sollten sich beide Gruppen Gedanken zu den Vor- und Nachteilen machen, die eine solche App mit sich bringt. Es entstanden rege Diskussionen. Alle Teilnehmer haben ihre Ideen gemeinsam zu Papier gebracht. Im Anschluss wurden die Ergebnisse von den Gruppen vorgestellt. Verbesserungsvorschläge, Anregungen und Kritik, die die Bürger der Gemeinde via der BürgerApp senden können, fanden genauso Übereinstimmung, wie der umgekehrte Weg: die Gemeinde fragt und benötigt ein Meinungsbild ihrer Bürger, um Entscheidungen treffen zu können. Wenn die Einführung der BürgerApp in der Gemeinde Haar Zuspruch erfährt, soll Schritt für Schritt eine digitale Lösung entwickelt werden, die klein beginnt und nach und nach mit Leben gefüllt werden kann. Die Haarer BürgerApp soll eine reichweitenstarke Erweiterung zu den bisherigen Kommunikationskanälen darstellen, aber keinesfalls als Ersatz dienen, betonte Bukowsky. Dennoch ist er überzeugt, dass diese App nicht nur zeigt, dass die Gemeinde zeitgemäß und modern ist, sondern auch Haarer Bürger und Entscheider näher zusammenbringt. Prozesse und politische Entscheidungen werden dadurch ebenso transparent wie die Diskussion von Themen aus Wirtschaft, Gesellschaft und Verkehr. „Mit einer klugen und einfachen digitalen Lösung zur Bürgerbeteiligung können wir unser derzeitiges Angebot bestens ergänzen und für eine bessere Zusammenarbeit aller Akteure in unserer Gemeinde sorgen“, so Bukowsky.

Haar wäre mit der BürgerApp nicht die erste Gemeinde, die den nächsten Schritt der Bürgerbeteiligung im Zeitalter der Digitalisierung wagt. Die Universitätsstadt Tübingen in Baden-Württemberg sowie Österreichs Hauptstadt Wien haben eine solche App bereits etabliert.

Jens Verhey

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