1. hallo-muenchen-de
  2. München
  3. München Ost

Schneller Radweg gefällt

Erstellt:

Kommentare

Verkehrsminister Christian Bernreiter (links) überreicht Grasbrunns Zweiten Bürgermeister Detlef Wildenheim den Förderbescheid für den Radweg.
Verkehrsminister Christian Bernreiter (links) überreicht Grasbrunns Zweiten Bürgermeister Detlef Wildenheim den Förderbescheid für den Radweg. © StMB/Winszczyk

Haar, Grasbrunn und Vaterstetten sind mit ihrer gemeinsamen Bewerbung für den Ausbau der bestehenden Radverbindung feierlich ins Förderprogramm „Radoffensive Bayern“ aufgenommen worden. 

Nun steht einem weiteren wichtigen Baustein im Rahmen des „Integrierten Mobilitätskonzepts“ – dem Ausbau des Radweges entlang der S-Bahnlinie zwischen Haar und Vaterstetten – nichts mehr im Weg.

2019 verabschiedete der Haarer Gemeinderat das „Integrierte Mobilitätskonzept“. Die Stärkung des Radverkehrs und der Ausbau des Radwegenetzes zählen darin zu den TOP-Zielen. Als eine der ersten Maßnahmen wurde die Salmdorfer Straße zur ersten „Fahrradstraße“ in Haar ausgebaut. Ein weiterer befestigter Fahrrad-Schnellweg entstand zwischen Eglfing und Salmdorf.

Mit der Aufnahme ins Förderprogramm „Radoffensive Bayern“ kann nun ein weiterer Baustein im Mobilitätskonzept der Gemeinde Haar angegangen werden: Der an der Bahnlinie entlang laufende Wirtschaftsweg soll von Vaterstetten bis an den Bahnhof Haar befestigt und ausgebaut werden. Damit wird, neben dem bestehenden Radweg an der B304, eine weitere Verbindung zwischen den Gemeinden gestärkt. Sofern die Deutsche Bahn zustimmt, kann das gemeinsame Projekt zügig umgesetzt werden.

„Ein wichtiger Schritt hin zu einem attraktiveren Radwegenetz und einer klima- und gesundheitsfeundlichen Mobilität. Jetzt gilt es auch eine Radschnellverbindung weit in die Stadt München zu realisieren, dann wird das Fahrrad als alternatives Verkehrsmittel auch für Pendler immer attraktiver“, freut sich Haars Bürgermeister Andreas Bukowski.

Verkehrsminister Christian Bernreiter hat Bürgermeister Andreas Bukowski die Urkunde für die Radoffensive „Klimaland Bayern“ überreicht. Damit profitiert Haar von einem erhöhten Fördersatz von 80 Prozent der förderfähigen Kosten. „Die Radoffensive ist die Spitze unserer bayerischen Radverkehrsförderung. Wir stärken unsere bestehende Radverkehrsförderung und geben dem Radverkehr in Bayern nochmal extra Rückenwind“, so Bernreiter. „Es geht uns vor allem um innovative Ideen, die den Radverkehr voranbringen, deshalb übernehmen wir bereits die Förderung von Machbarkeitsstudien und Planungen. Teil des Programms sind aber auch interkommunale Vorhaben, Radwege an Bahnlinien und durch Wälder. Dafür stellen wir heuer insgesamt zehn Millionen Euro bereit.“

Bei der Auswahl der Projekte wurde darauf geachtet, dass diese Verbesserungen für Fahrradfahrer bringen, bald angegangen werden können und sowohl im städtischen Umfeld als auch im ländlichen Raum liegen. Ausgewählt wurden 27 Projekte aus 31 Kommunen, davon sechs aus Oberbayern.

Zur Planung des Schnellen Radweges München-Ebersberg erklärt Verkehrsminister Bernreiter: „Die Projektideen sind alle sehr vielversprechend und können Radfahrern, egal ob im Alltag oder in der Freizeit, einen echten Mehrwert bieten. Andere Kommunen können sich von den Ideen inspirieren lassen. Damit wird das Radfahren in ganz Bayern noch attraktiver.“ Insgesamt hatten sich 206 Kommunen mit 325 Projekten für die Radoffensive beworben. „Das zeigt das beeindruckende Engagement für den Radverkehr vor Ort in den Städten und Gemeinden“, so Bernreiter.

Vor wenig mehr als einem Jahr hat das Bündnis „Schneller Radweg München-Ebersberg“ den Vorschlag für eine neue, schnelle Radverbindung von München nach Grafing und Ebersberg vorgestellt, die überwiegend der Bahntrasse München-Rosenheim folgt. Hinter dem Bündnis stehen zehn Orts- und Kreisverbände von Bündnis 90/Die Grünen und viele unabhängige Freunde des Radfahrens.

„Wichtig ist, dass nun schnell die nötigen Abstimmungen mit der Bahn als Grundeigentümerin geklärt und die Baumaßnahmen für die ersten Abschnitte schon 2023 begonnen werden. Die schnellen Fortschritte motivieren uns, auch die anderen Teilstrecken im Blick zu behalten und konsequent auf ihre Realisierung hinzuarbeiten“, erklärte Haars Zweiter Bürgermeister Ulrich Leiner (Grüne).

Seine Partei begrüße die Förderung der Planung des Schnellen Radwegs München-Ebersberg sehr, denn damit werde eine ebenso alltagstaugliche wie familienfreundliche Trasse geschaffen, die Pendlern und Freizeitradlern komfortabel zum Radeln einlade. Das Projekt zeige, wie schnell, kostengünstig und flächensparend dringend benötigte Radinfrastruktur ausgebaut werden könne.

Auch interessant

Kommentare