Auf gute Nachbarschaft

Mit MSD-Geschäftsführer Hanspeter Quodt, Dr. Barbara Peters-Steinwachs, Peter Reitberger, Bürgermeister Helmut Dworzak und Brigitte Ziegler freuten sich die Kinder im Familienzentrum Haar über die großzügige Spende. Foto: AL

Das Pharmaunternehmen MSD mit Sitz in Haar unterstützt drei Einrichtungen mit 100.000 Euro: das Maria-Stadler-Haus, das Familienzentrum Haar und die Münchner Straßenambulanz.

Im Rahmen des Spendenprogrammes „Neighbor of Choice” vergibt das weltweit tätige Unternehmen mehrere Hunderttausend Euro pro Jahr an gemeinnützige Einrichtungen, die in der Nähe der jeweiligen Niederlassung ansässig sind. „Die Unterstützung beschränkt sich nicht nur auf finanzielle Mittel”, erklärt MSD-Geschäftsführer Hanspeter Quodt. Das nachbarschaftliche Verhältnis sei wesentlicher Bestandteil der Firmenphilosophie. „Wer etwas verändern will, muss Kontakt zu den Menschen haben, deswegen übernimmt MSD direkt vor Ort bürgerschaftliche Verantwortung, um das Wohl der Allgemeinheit zu fördern.” Dieses Jahr dürfen drei soziale Einrichtungen davon profitieren: Das Seniorenheim Maria-Stadler-Haus Haar, das Familienzentrum Haar sowie die Münchner Straßenambulanz. Die Auswahlkriterien für die Projekte waren der demographische Wandel, die Chancengleichheit für Kinder und junge Familien sowie die wachsende Armut. Hoher Lebensstandard bis zum Tod „Allein hätten wir es nicht geschafft”, bedankte sich Peter Reitberger, Leiter des Maria-Stadler-Hauses in Haar. „Das Projekt ist durch diese Spende erwachsen geworden. Das Geld sichert uns den Weg, den wir beschreiten wollen”. Ziel des Programms „Palliative Care” ist die Verbesserung der Lebensqualität der Patienten. Das Programm geht dabei von einem interdisziplinären Ansatz aus, der das soziale Umfeld und die Familie mit einbezieht. Dafür wurde eine eigene Projektgruppe gegründet, die Mitarbeiter und Bewohner in den Belangen schult. Da die Finanzierung sich als schwierig erweist, kommt die Spende sehr gelegen. Junge Familie Schätzungsweise 90 Prozent der in Haar geborenen Kinder nutzen irgendwann einmal Angebote des Familienzentrums Haar, sei es in der Kinderbetreuung, der Familienberatung oder in einem der weiteren Projekte des Hauses. Mit der Spende werden drei Bereiche abgedeckt: zum einen die Elternbildungskurse, die die Erziehungskompetenz junger Eltern verbessern sollen, wie zum Beispiel das vom Deutschen Kinderschutzbund ausgearbeitete Programm „Starke Eltern, starke Kinder”. Zum anderen will man speziell die Mütter unterstützen und fördern, so gibt es Sprachkurse für Mütter mit Migrationshintergrund. Schließlich wird mit dem unerwarteten Pilotprojekt „Herzlich Willkommen” ins Leben gerufen, der zum Beispiel einen Besuchsdienst für frischgebackene Eltern beinhaltet und darauf abzielt, die individuellen Bedürfnisse jeder einzelnen jungen Familie in Haar zu erkennen und zu befriedigen. Die höchste Priorität stellt dabei stets die Chancengleichheit für alle Kinder dar. Die Münchner Straßenambulanz setzt sich in Zusammenarbeit mit dem Orden der Barmherzigen Brüder für die medizinische Behandlung der Menschen ein, die keine Krankenversicherung haben. „Die meisten Patienten leiden an mindestens einer Suchtkrankheit”, erläutert Dr. Barbara Peters-Steinwachs. Als Ergänzung zu ihrer medizinischen Praxis behandelt sie mit ihrem Team an drei Abenden der Woche Wohnungslose. Zum Behandlungsangebot gehört auch die Beratung zu Suchtfragen. Die Spende kommt der Anschaffung eines neuen Behandlungsbuses zugute. Fortsetzung folgt – im nächsten Jahr Auch in diesem Jahr wird MSD das Füllhorn wieder ausschütten. Gemeinnützige Einrichtungen, die die Kriterien von „Neighbor of Choice“ erfüllen, können sich ab Mitte des Jahres bewerben. Galina Gostrer

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