Grünes Licht für Sonntagsöffnung

Auch 2012 dürfen in Parsdorf wieder vier Marktsonntage stattfinden. Foto: A. Schwaiger

Auch 2012 dürfen in Parsdorf wieder vier Marktsonntage stattfinden. Die Gemeinde Vaterstetten musste hier für Klarheit sorgen.

Vor genau einem Jahr waren Vertreter des Landratsamts Ebersberg an einem verkaufsoffenen Sonntag zu Gast im Gewerbegebiet Parsdorf. Allerdings nicht, um einzukaufen, vielmehr wurde vor Ort eine behördliche Kontrolle durchgeführt, ob die Besucher tatsächlich wegen des Marktgeschehens nach Parsdorf kommen? Oder lockt sie nur der verkaufsoffene Sonntag? Immerhin veranstaltet das Möbelhaus seit vielen Jahren an vier Sonntagen im Jahr einen Jahrmarkt in Parsdorf – inklusive der Möglichkeit für alle Geschäfte im Gewerbegebiet, an den jeweiligen Sonntagen zwischen 13 und 18 Uhr ebenfalls ihre Pforten zu öffnen. Wenn die Märkte nur ein Mittel zum Zweck wären, um an diesen verkaufsoffenen Sonntagen zusätzlichen Umsatz zu generieren, dann würde eine Ordnungswidrigkeit vorliegen. Das Ladenschlussgesetz schreibt vor, dass derartige Genehmigungen an maximal vier Sonntagen im Jahr zulässig sind. Nicht möglich sind verkaufsoffene Sonntage im Dezember, und die Öffnungszeiten dürfen nicht mit den Hauptgottesdienstzeiten kollidieren. All dies hat man wohl bedacht. Angefragt – und genehmigt – wurden für heuer Markttage am 29. Januar, am 25. März, am 7. Oktober und am 11. November 2012. Im Gemeinderat Vaterstetten wurde das Thema souverän und ohne größere Diskussion behandelt. Erstens handelt es sich hier um eine beliebte und stark nachgefragte Veranstaltung, zweitens halte man sich an Recht und Gesetz. Besucher aus ganz Oberbayern Immerhin findet die Marktsonntage seit 2002 in Parsdorf statt – abgesegnet durch eine entsprechende Verordnung der Gemeinde. Im Vorfeld einer neuerlichen Genehmigung für 2012 wollte man noch einmal deutlich machen, dass die Jahrmärkte sich fest etabliert hatten und Besucher aus ganz Oberbayern anlcoken. Wichtig hierbei: Schon von 1999 bis 2001 kamen zu den reinen Märkten so viele Menschen nach Parsdorf, dass im Verhältnis zur Einwohnerzahl der Gemeinde von einer überörtlichen Bedeutung gesprochen werden konnte. Das Möbelhaus hatte in diesen Jahren an den Sonntagen noch gar nicht geöffnet. Im November 2011 wurden vor dem Erlass einer weiteren Rechtsverordnung zur „Sonntagsöffnung“ Stellungnahmen verschiedenste Verbände angefordert. Geantwortet haben der des Handelsverband Bayern, die Handwerkskammer und Verdi. Nur die Gewerkschaft sah die Voraussetzungen für die Ladenöffnung nicht erfüllt. Somit war der Weg frei für die Marktsonntage – zumindest bis Ende 2012. Oliver Oswald

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