Grüne Welle statt Rotes Leuchten

Einen weiteren Vorstoß zur Umsetzung der so genannten „Grünen Welle“ hat jetzt die CSU-Stadtratsfraktion mit einem Stadtratsantrag unternommen.

Im Rahmen des Luftreinhalteplans fordert die CSU zur Verminderung des Schadstoffausstoßes in München die Verbesserung der Ampelschaltung im Sinne der „Grünen Welle“. Neue Aktualität erhält diese Forderung im Hinblick auf die von Rot-Grün beschlossene „Verschärfung“ der Umweltzone. Denn die EU fordert zur Erteilung der bis Juni 2011 geltenden Ausnahme von der Einhaltung der Feinstaubgrenzwerte die Umsetzung von „geeigneten Maßnahmen“ zur Feinstaubreduzierung. Die positiven Wirkungen der „Grünen Welle“ dürfen nach Ansicht der Christsozialen im Gegensatz zur Umweltzone als gesichert betrachtet werden. „Geeignete Maßnahme“ „Im Gegensatz zur Umweltzone, deren Wirkung zur Feinstaubentlastung nach wie vor nicht feststeht, ist die ,Grüne Welle’ erwiesenermaßen eine geeignete Maßnahme zur Feinstaubreduzierung“, begründet der Fraktions-Vize Hans Podiuk den erneuten Vorstoß seiner Fraktion. „Schon immer haben wir uns zur Schadstoffentlastung für die Münchnerinnen und Münchner und zur Verflüssigung des Verkehrs für die ,Grüne Welle’ eingesetzt. Die Verbesserung der Ampelschaltung in diesem Sinne ist jetzt jedoch so dringend erforderlich wie nie vorher.“ Aus der bisherigen rot-grünen Verkehrsbehinderung des motorisierten Individualverkehrs durch das „Rote Leuchten“ bei den Münchner Ampeln müsse endlich ein gleichmäßiger Verkehrsfluss zum Nutzen aller werden. Kreisverwaltungssprecher Robert Brannekämper führt aus: „Die Vorteile der Ampelschaltung im Sinne der ,Grünen Welle’ liegen auf der Hand: Häufiges Abbremsen und Anfahren werden unnötig. Dies vermeidet wiederum Lärm, den vermehrten Ausstoß von Abgasen, schont den Kraftstoffverbrauch und damit Anwohner, Geldbeutel und Umwelt.“ Als besonders mit Feinstaub belastet gelten in München unter anderem der Mittlere Ring und die Wasserburger Landstraße. Messstellen im Münchner Osten befinden sich in Johanneskirchen und an der Prinzregentenstraße.

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