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Grasbrunner Gemeinderat beschließt Gebührenerhöhung

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Die Gemeinde Grasbrunn musste zuletzt immer mehr Geld für ihre Kinderbetreuungseinrichtungen zahlen. Jetzt sollen auch die Eltern in die Tasche greifen.
Die Gemeinde Grasbrunn musste zuletzt immer mehr Geld für ihre Kinderbetreuungseinrichtungen zahlen. Jetzt sollen auch die Eltern in die Tasche greifen. © dpa

Die Gebühren für die fünf Kinderbetreuungseinrichtungen Kinderwelt Grasbrunn, Kinderhaus Harthausen, Kindergarten Honigblume und Kinderhaus St. Christophorus sowie die AWO Kinderkrippe Grashüpfer werden ab September steigen. Auch die Mittagsbetreuung der Kinder wird teurer. Das hat der Gemeinderat nun beschlossen.

Seit Jahren gleicht die Gemeinde das in den Kinderbetreuungseinrichtungen der Gemeinde auflaufende Defizit aus. 2012 waren es laut Kämmerei 3,5 Millionen Euro Minus, für das die Gemeinde aufkam. Vier Jahre später, im Jahr 2016, war das Defizit aber deutlich gestiegen: 4,3 Millionen Euro mussten ausgeglichen werden.

Aus diesem Grund fanden es die Mitglieder des Gemeinderats in ihrer jüngsten Sitzung erforderlich, dass die Gebühren für die Benutzung der Kindertageseinrichtungen in gleichem Maße steigen sollen wie das von der Gemeinde alljährlich aufgefangene Defizit.

Laut Gemeinde deckten die Elternbeiträge im Jahr 2012 knapp 600.000 Euro der Kosten der Kinderbetreuungseinrichtungen, was einem Anteil von zirka 17 Prozent der Gesamtkosten entspricht. 2016 seien die Elternbeiträge bei 20 Prozent gelegen, wodurch 850.500 Euro der Kosten gedeckt werden konnten. Der kommunale Anteil, so erklärte es Hauptamtsleiterin Nicole Zeh dem Gemeinderat, sei aufgrund der gestiegenen Kosten dagegen bei 45 Prozent gelegen.

Obwohl dem Gemeinderat die Grasbrunner Kinder nach eigenen Worten „lieb und teuer sind“, verständigten sich die Mitglieder einstimmig darauf, die Gebühren für die Kinderbetreuungseinrichtungen jährlich geringfügig zu erhöhen. „Damit soll zum einen vermieden werden, dass das Defizit, das die Gemeinde trägt, weiter ansteigt, und zum anderen soll den Eltern Planungssicherheit gegeben werden“, so Hauptamtsleiterin Zeh. Daher werden ab September die Gebühren für die Kindertageseinrichtungen um durchschnittlich fünf Prozent angehoben. Die Gebühren für die Mittagsbetreuung, die laut Hauptamtsleiterin Zeh „bislang sehr niedrig waren“, werden dagegen um 15 Prozent, jedoch um maximal 12 Euro pro Monat, angehoben. Das Essen für die Kinder in den Einrichtungen soll künftig einheitlich 4 Euro kosten. Das Tee- und Spielgeld bleibt mit 10 Euro monatlich stabil und auch die Geschwisterermäßigung wird gemäß dem Wunsch des Gemeinderats erhalten.

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