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Grasbrunn ist sich nicht einig

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Kritisierte fehlende Transparenz: Johannes Bußjäger, Freie Wähler.
Kritisierte fehlende Transparenz: Johannes Bußjäger, Freie Wähler. © oh

Unvermindert zeitintensiv ist das Engagement des Helferkreises Asyl Grasbrunn- Vaterstetten, „nur die Tätigkeiten sind andere geworden“, so Sprecher Josef Birnkammer. Doch den ehrenamtlichen Helfern schwinden mehr und mehr die Kräfte.

Hauptamtliche Kräfte sind am Landratsamt angesiedelt, aber nach Angaben des Asylhelferkreises nur selten in Grasbrunn vor Ort. Daher schlug Bürgermeister Klaus Korneder vor, eine hauptamtliche, halbe Stelle als Asylhelfer im Rathaus zu installieren, um so das Engagement des Helferkreises Asyl stark entlasten zu können. Denn derzeit leben in Grasbrunn und seinen Ortsteilen rund 80 Asylbewerber und anerkannte Flüchtlinge. Sie gilt es zu betreuen und bei den Dingen des alltäglichen Lebens zu begleiten. Behördengänge müssen erledigt werden. Auch sollten die Menschen bei der Arbeits- und Wohnungssuche unterstützt werden. Große Kleidersammlungen stehen hingegen schon lange nicht mehr im Programm der Helfer. Offen berichteten die Helfer, dass gerade den älteren Personen das Erlernen der deutschen Sprache große Probleme bereitet. Und nicht immer deckt sich deren Vorstellung vom Leben in Deutschland mit der Wirklichkeit im Alltag.

An Lob und Anerkennung für das Engagement im Helferkreis Asyl sparte kein Grasbrunner Gemeinderatsmitglied. Aber: Für das Landratsamt, bei dem die Aufgabe „Hauptamtliche Asylhelfer“ angesiedelt ist, auch noch mit 25.000 Euro in Grasbrunns Gemeindesäckel zu greifen, war für elf der 21 Ratsmitglieder zu viel.

Wie schon so oft hatten die Ratsmitglieder erwartet, dass Bürgermeister Klaus Korneder aus der zuständigen Abteilung im Landratsamt jemanden zur Ratssitzung nach Grasbrunn eingeladen hätte, um Stellung zu nehmen. Für Johannes Bußjäger (Freie Wähler) fehlte die Transparenz, was das Landratsamt zu tun hat und wofür es vom Freistaat Finanzmittel erhält. Seitens der „Bürger für Grasbrunn“ fehlte die Stellenbeschreibung.

Am Willen der Ratsmitglieder, den Helferkreis zu entlasten, mangelt es nicht. Doch hierfür muss seitens der Verwaltung dem Gemeinderat ein deutlich verbessertes Informationspaket geliefert werden. Aktuell hat die Gemeinde eine Stelle gemäß dem Bundesfreiwilligen Dienst für Asylhelfer-Aufgaben ausgeschrieben. 

ar

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