Giesing/Grünwald

Viele Giesinger Spuren in Grünwald

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Die Autoren von „Unsere Tela“: Ulrike Grammel, Ilona Schanz und Florian Schanz (v. li.).

Giesing/Grünwald: „Unsere Tela“ zeigt die Geschichte der Tegernseer Landstraße – und die Verbindung mit Grünwald.

Zwei Jahre lang haben Ulrike Grammel, Ilona Schanz und Florian Schanz die Geschichte der Geschäfte, Plätze und Anwohner entlang der Tegernseer Landstraße erforscht und dafür sogar Münchner aufgerufen, ihre historischen Zeitzeugendokumente einzureichen (Hallo berichtete). Entstanden ist daraus nun druckfrisch das Buch „Unsere Tela“.

Im Fokus stehen eigentlich die 1,2 Kilometer zwischen Ostfriedhof und dem Grünwalder Stadion – die Entwicklung des Giesinger Grünspitz oder der Tela-Post, interessante Persönlichkeiten und Geschichten der Plätze und Geschäfte. „Während unserer Recherchen sind wir aber auf zahlreiche Verbindungen zwischen Giesing und Grünwald gestoßen“, erklärt Ulrike Grammel. Sie arbeitet seit 30 Jahren im Grünwalder Gemeindearchiv und kennt unzählige historische Details aus der Geschichte der Gemeinde im Isartal. „Im Zuge der Arbeit an ,Unsere Tela‘ konnte selbst ich wieder neue Aspekte entdecken, die das Viertel und die Gemeinde verbinden“ – welche, lesen sie im Kasten rechts.

Vanessa Hahn

Die Buchpräsentation findet am Freitag, 14. Juli, ab 19 Uhr im Riffraff, Tegernseer Landstraße 96, statt.

Aus dem Archiv: Bürgermeister, Blaskapelle und Trambahn

Geboren in Giesing, gelebt und gewirkt in Grünwald: Franz Rieger. In der Tela-Post hatte er gelernt, 1944 wurde er nach Grünwald versetzt. Im Mai 1960 wurde er als erster Bürgermeister gewählt – zwölf Jahre lang übte er das Amt neben dem Beruf in der Poststelle aus, bis er ab 1984 als hauptamtlicher Bürgermeister Persönlichkeiten wie Franz Beckenbauer das Goldene Buch der Gemeinde reichte. 

1979 gab es in Giesing Grund zu feiern: 125 Jahre Eingemeindung. Beim Festumzug waren auch die Nachbarn zu Gast: Die Blaskapelle Grünwald spielte auf.

„Urlaub? Mal ein Schaufensterbummel, mehr gab es früher nicht. Und manchmal, an besonderen Tagen, ging es mit der Trambahn entlang der Tela nach Grünwald“ – so erzählte es eine der Zeitzeuginnen Ulrike Grammel. Seit 1910 verbindet die Linie 25 die Gemeinde mit München – als mittlerweile einzige Tram, die die Stadt verlässt. 

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