Wieviel Geduld braucht Giesing?

Giesinger Brücke: Machbarkeitsstudie kommt im nächsten Jahr

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Das Architekturbüro „Karl und P“ hat einen Entwurf erstellt: So könnte die Brücke am Giesinger Berg aussehen.

Giesing: Seit sieben Jahren kämpft Anwohner um eine Brücke in Giesing – nun wird geprüft, ob sie machbar ist.

Seit Jahren kämpft Matthias Rajmann um die Giesinger Brücke. Jetzt könnte sie bald Wirklichkeit werden. Eine Machbarkeitsstudie soll für 140 000 Euro in Auftrag gegeben werden – allerdings erst im kommenden Frühjahr. Und das dauert Rajmann viel zu lang.

„Wenn wir den Auftrag schon jetzt im Herbst vergeben, sparen wir ein Jahr“, sagt der Anwohner, der sich seit 2010 für seine Belange stark macht. Dann nämlich könnten die Macher der Studie schon im Frühjahr beginnen, die Brut der Fledermäuse zu beobachten, die im Turm der Heilig-Kreuz-Kirche nisten. Andernfalls dauert es noch mal ein Jahr, bis die Studie beendet ist und vor 2019 sei kein Ergebnis zu erwarten.

Rajmanns Geduld ist langsam zu Ende. Vor sieben Jahren hatte er den Vorschlag gemacht, eine Brücke zu errichten um die Lücke im Fußgänger- und Radweg zwischen Zentrum und Peripherie zu schließen. Und jetzt erst ist die Machbarkeitsstudie bewilligt worden. Damit diese noch im Herbst in Auftrag gegeben wird, alarmiert der Giesinger nun die betroffenen Bezirksausschüsse (5, 17, 18). „Ich bitte die Gremien, in ihrem Beschluss festzuhalten, dass der Auftrag gleich vergeben werden soll.“ Dann, so hofft er, kann die Machbarkeit überprüft und das Thema im Stadtrat diskutiert werden.

Ein Alternativvorschlag für die Brücke ist bereits erarbeitet worden – Denkmalschützer wollen verhindern, dass sie optische Dominanz gewinnt. Für den Bau der Brücke werden zwischen 1,2 und 1,4 Millionen Euro einkalkuliert, außerdem müssten vier bis fünf Bäume gefällt werden. Sobald die Bezirksausschüsse ihm Unterstützung zugesichert haben, will Rajmann das Planungsreferat kontaktieren. hki

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