Eingekesselt von Awo

BI fürchtet aus von Jugendzentrum Red Dragon

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Fasangarten: Sind Bolzplatz und Jugendzentrum in der Amisiedlung in Gefahr? Das fürchten Tom Majer und Christine Lindner von der Bürgerinitiative Amisiedlung.

Denn: Seit kurzem ist das Gelände eingekesselt von der Arbeiterwohlfahrt (Awo). Hinter dem Jugendzentrum baut die Awo gerade ein zweistöckiges Haus, in dem die Kinderkrippe erweitert wird und Wohnungen für Erzieher gebaut werden. Links davon hat sie erst ein Altenheim errichtet und rechts davon baut sie sieben Parkplätze. Als Zufahrt für die Parkplätze hat die Awo ausgerechnet den schmalen Weg zwischen Skateanlage und Bolzplatz gekauft, um daraus eine befahrbare Straße zu machen. „Das ist schon schlimm genug“, findet Tom Majer. „Jetzt fahren auf einmal Autos mitten durchs Jugendzentrum.“ Doch es könnte noch schlimmer kommen – sorgen sich zumindest Majer und seine Mitstreiterin: Sie haben Angst, dass die Awo auch das Grundstück, auf dem jetzt Bolzplatz und Jugendtreff sind, erwerben will. Und damit das Red Dragon dicht machen muss.

„Das wäre furchtbar“, sagt Majer. Das Jugendzentrum ist das Einzige in der Siedlung und hat sich in den vergangenen Jahren zu einem wichtigen Treffpunkt für Kinder und Teenager etabliert. Auch den Bolzplatz will die Bürgerinitiative (BI) Amisiedlung nicht verlieren: „Die Grünfläche muss erhalten bleiben“, fordert Majer.

Bei einer Ortsbegehung mit der Awo, die statt einer geplanten Protestaktion der BI stattgefunden hat, ist Christine Lindner stutzig geworden. „Der Awo-Vorstand hat mehrmals betont, dass das Jugendzentrum ohnehin nur für zehn Jahre geplant war – und jetzt aber schon seit zwölf Jahren hier steht.“ Da sei sie hellhörig geworden. Kaufabsichten kann die BA-Chefin des Viertel, Carmen Dullinger-Oswald, nicht bestätigen: „Das sind alles nur Spekulationen.“

Die Awo selbst nimmt auf Hallo-Nachfrage zu den Befürchtungen keine Stellung. Weil es schon in der Vergangenheit Ärger gab – für die Parkplätze wurde ein Schlittenberg zum Teil abgetragen, offenbar ohne dass man mit Anwohnern sprach – wenden sich Majer und Lindner nun an den Bezirksausschuss. Sie fordern per Antrag einen „offenen Dialog mit der Jugend“. Und zwar bevor irgendwelche Bauvorhaben umgesetzt werden. hki

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