200 Bauteile sind gesichert

Denkmalpfleger sichten Uhrmacherhäusl-Ruine

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Mitarbeiter der Verwaltung haben den Bauschutt in der Oberen Grasstraße nach wiederverwertbarem Material durchsucht.

Obergiesing: Anwohner werfen ihnen Nachlässigkeit vor.

Das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege hat „einige Balken und etwa 200 Ziegelsteine sichergestellt“, wie Pressesprecherin Dorothee Ott mitteilt. Drei Mitarbeiter des Landesamtes für Denkmalpflege waren vergangene Woche bei der Baustelle des illegal abgerissenen Uhrmacherhäusls (Hallo berichtete) in der Oberen Grasstraße und suchten nach brauchbarem Baumaterial, das für einen Wiederaufbau des denkmalgeschützten Hauses verwendet werden kann. Grund dafür: die Stadt will den Eigentümer Andreas S. dazu zwingen, das Uhrmacherhäusl wieder zu errichten. Welchen Anteil diese 200 Ziegelsteine am gesamten Baumaterial ausmachen, ist allerdings nicht einzuschätzen, heißt es beim Amt für Denkmalpflege. Die Anwohner indes ärgern sich über die Stadt – ihrer Ansicht nach waren die Mitarbeiter nicht lange genug bei der Baustelle, so dass die Baufirma, die Anfang September den illegalen Abriss durchgeführt hatte, für mehrere Stunden allein am Werk war. „Skandalös“, findet Angelika Luible von der Initiative „Heimat Giesing“ Sie wirft der Stadt vor, ihre Aufsichtspflicht vernächlässigt zu haben. hki

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