Schluss nach 20 Jahren

Adventsmarkt am Hans-Mielich-Platz: Das Aus nach 20 Jahren

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Nach 20 Jahren steht es jetzt fest: Das offizielle Aus für Adventsmarkt am Hans-Mielich-Platz. Die Feuerwehr stellt den Christbaum in Zukunft nicht mehr auf.

Untergiesing -  „Es gab so viele schöne Momente“ - Damit ist jetzt aber Schluss - Denn: Den Christkindlmarkt der Bürgerinitiative „Mehr Platz zum Leben“ wird es in Zukunft nicht mehr geben

Jetzt steht es fest: Den Christkindlmarkt der Bürgerinitiative „Mehr Platz zum Leben“, der jahrelang am Hans-Mielich-Platz stattgefunden hat, wird es in Zukunft nicht mehr geben.

In den vergangenen Monaten hat es immer wieder Schwierigkeiten gegeben: Erst meldete eine Elterninitiative am Wochenende zuvor einen Markt mit ähnlichem Konzept an, dann sagte die Feuerwehr ab, die zuvor immer den Baum aufgestellt hatte (Hallo berichtete). Und nun ist klar: Selbst Bürgermeister Josef Schmid, den Melly Kieweg, treibende Kraft hinter dem Markt, eingeschaltet hatte, konnte nicht weiter helfen. „Das tut weh“, sagt die Stadtviertelpolitikerin Kieweg. „Der Christkindlmarkt hatte Tradition im Viertel und hat viele Menschen glücklich gemacht. Aber jetzt sind wir raus.“

Die Feuerwehr, die im vergangenen Jahr etwa 30 Anfragen hatte, teilt mit: „In letzter Zeit erreichen die Branddirektion immer häufiger Anfragen nach Unterstützung bei solchen oder ähnlichen Aktionen. Deshalb wurde entschieden, diese freiwillig übernommene Aufgabe nicht mehr wahrzunehmen.“ Das gelte für alle Anfragen dieser Art. Schon im vergangenen Jahr hatte die Feuerwehr ihre Unterstützung bei den Adventsmärkten deutlich reduziert. „Wir haben nur noch die Bäume am Marienplatz und am Hans-Mielich-Platz aufgestellt“, sagt Stefan Kießkalt von der Branddirektion. „Wir brauchen unsere Fahrzeuge, um Menschen zu retten.“ Außerdem, so Kießkalt, könnten die Veranstalter solcher Märkte sich auch an andere Referate wenden, etwa das Gartenbaureferat habe ähnliche Geräte, zudem sei auch eine Privatfirma denkbar. „Deswegen muss kein Markt dicht machen“, steht für ihn fest. Nur eine Ausnahme will die Feuerwehr künftig machen: Den Christbaum am Marienplatz stellt sie weiterhin auf. Und die Maibäume – hier gäbe es weniger Anfragen.

Für Melly Kieweg ein harter Schlag. „Es gab so viele schöne Momente“, sagt sie und gerät ins Schwärmen. Etwa, als Künstler Johannes Hofbauer nach dem Markt aus dem Christbaum eine Skulptur schnitzte. Oder als die Freunde des 60er-Stadions die Tanne mit Ponys nach Siebenbrunn brachten, wo er als Maibaum wieder aufgestellt wurde. „Mit solchen Aktionen ist jetzt Schluss“, sagt Kieweg. hki

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