Geplanter Bahnausbau in Trudering

Die Angst vor dem Lärm

Die Ausbaupläne der Bahn in Trudering sorgen vor Ort nicht gerade für Begeisterung.
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Die Ausbaupläne der Bahn in Trudering sorgen vor Ort nicht gerade für Begeisterung.

Die Bahn plant einen Ausbau der Güterzugstrecke in Trudering. Effektiver Lärmschutz an der neuen Trasse könnte dabei auf der Strecke bleiben, fürchtet der Bezirksausschuss Trudering-Riem. Deshalb soll nun der geltende Flächennutzungsplan geändert werden.

In einem interfraktionellen Dringlichkeitsantrag von SPD, Grünen, CSU, Freien Wählern, ÖDP und FDP fordert das Gremium eine „umgehende Anpassung des Flächennutzungsplan der Flächen nördlich der Bahntrasse München - Rosenheimer von der Schatzbogenbrücke bis hin zum geplanten Baugebiet am Rappenweg im Hinblick auf künftige Bauvorhaben“. Durch die Neufassung soll sichergestellt werden, dass ein Lärmschutz nach Neubaustandard bei Baumaßnahmen der Deutschen Bahn AG greifen kann. Im gültigen Flächennutzungsplan würden künftige Wohnungsbauflächen teilweise noch als Grünflächen oder Gewerbeflächen ausgewiesen. Dies berge das Risiko, dass für neue Wohngebiete kein angemessener Schallschutz vorgeschrieben werde.

Deshalb fordert der Bezirksausschuss Trudering die Aufnahme des künftigen Planungsgebietes an der Heltauer Straße, des fünften Bauabschnitts Arrondierung Kirchtrudering mit der Grundschule und des Planungsgebiets am Rappenweg in den neuen Flächennutzungsplan. Außerdem soll die Grundschule am Lehrer-Götz-Weg, die im derzeit gültigen FNP nicht als bestehende Schule, sondern nur als „Erziehungsfläche“ ausgewiesen ist, entsprechend berücksichtigt werden. Weiter setzt sich das Gremium für einen Lärmschutz nach Neubaustandard für alle Baugebiete und Bestandsbebauung ein und möchte an der Änderung des Flächennutzungsplans entsprechend beteiligt werden.

„Veranlasst durch die vorgestellten Planungen des DB Netz Projekt Bahnhof Trudering wurde deutlich, dass die Schutzwürdigkeiten entlang der nördlichen Flanke der Planungen nicht den aktuellen Planungsüberlegungen zur Schaffung von mehr Wohnraum in diesem Bereich entsprechen“, heißt es in dem Antrag. Insbesondere müssten die beiden geplanten beziehungsweise existierenden Vorbehaltsflächen für Schulen als solche gekennzeichnet und im Flächennutzungsplan die Notwendigkeit besonderer Schutzmaßnahmen verankert werden. Beim Lärmschutz müsse unbedingt gewährleistet werden, dass er dem Standard bei einem Streckenneubau entspreche.

Die Deutsche Bahn möchte die Güterzuggleise (Gleise 5-10) im Bahnhof Trudering ausbauen. Damit soll es möglich werden, dass Güterzüge mit bis zu 740 Metern – der europäischen Standardlänge – sie nutzen können.

Von den Gleisen 5-8 sollen künftig zwei Gleise als Durchfahrtsgleise in Richtung Rosenheim beziehungsweise stadteinwärts in Richtung Daglfing, Riem oder München Ost dienen, während die anderen zwei Gleise als Überhol- und Parkgleise genutzt werden.

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