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Der Wettbewerb ist entschieden

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Das Münchner Architekturbüros 03 Architekten mit Studio Vulkan ist Sieger des Wettbewerbs für den fünften Bauabschnitt der Messestadt.
Das Münchner Architekturbüros 03 Architekten mit Studio Vulkan ist Sieger des Wettbewerbs für den fünften Bauabschnitt der Messestadt. © LHM

Auf dem Areal zwischen Kirchtrudering, der Messestadt Riem und dem Riemer Park soll ein neues nachhaltiges Stadtquartier mit zirka 2500 neuen Wohnungen mit dazugehöriger Infrastruktur entstehen. Im Ausschuss für Stadtplanung und Bauordnung des Stadtrats sind jetzt die Siegerentwürfe des städtebaulichen und landschaftsplanerischen Wettbewerbs für den fünften Bauabschnitt der Messestadt Riem vorgestellt worden.

Trudering – Es gibt einen ersten sowie zwei zweite Preise, die in den kommenden Wochen nach Empfehlungen des Preisgerichts überarbeitet werden. Für die Fläche zwischen Kirchtrudering und der Messestadt Riem sieht der Siegerentwurf des Münchner Architekturbüros 03 Architekten mit Studio Vulkan zwei Quartiere entlang der neuen Entlastungsstraße vor. Hochpunkte an den jeweiligen Quartierszentren schaffen eine räumliche Verbindung über die trennende Wirkung der Entlastungsstraße hinweg. Ein großes Grünband soll einen qualitätsvollen Freiraum zwischen den beiden Quartieren bilden und den Riemer Park bis nach Kirchtrudering fortführen. Der Entwurf des zweiten Preisträgers, des Kölner Büros De Zwarte Hond mit RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten überzeugte durch einen hohen Anteil an Freiflächen sowie den Wechsel zwischen verdichteten Nachbarschaften und offenen Freiraumkorridoren. Der weitere zweite Preisträger, das Berliner Studio Wessendorf mit Atelier Loidl, arbeitet mit Blockstrukturen, aufgelockert durch teilweise geöffnete Innenhöfe, die Sichtachsen ermöglichen. Akzente setzen Hochpunkte an den Ecken der Blockstrukturen. Das Preisgericht identifizierte unterschiedliche Aspekte, die in der Überarbeitung zu lösen sind: Unter anderem wird die Freihaltung von Sichtbezügen bei allen Preisträgern, eine deutliche Reduzierung der unterbauten Flächen beim ersten Preis sowie eine verringerte Lärmbelastung der bestehenden Quartiere beim Beitrag von De Zwarte Hond gefordert.

Auf dem rund 25 Hektar großen Wettbewerbsareal sollen neben zirka 2500 neuen Wohnungen und Flächen für Dienstleistung und Gewerbe zahlreiche soziale Einrichtungen entstehen, darunter eine fünfzügige Grundschule, ein Haus für offene Kinder- und Jugendarbeit sowie Kindergärten und -krippen. Weiterhin sind Grün- und Freiflächen sowie Schulsportflächen mit Vereinsnutzung geplant. Nachhaltigkeit spielt eine zentrale Rolle: Zum Einsatz sollen kompakte Bauformen, flächensparende Erschließungskonzepte sowie ressourcenschonende und klimaneutrale Bauweisen kommen. Das Viertel soll über die Geothermie der Messestadt Riem mit nachhaltiger Energie versorgt werden.

Voraussichtlich Anfang 2023 wird entschieden, welcher der drei Entwürfe in einen Bebauungsplan mit Grünordnung überführt werden soll. Hinter dem Projekt steht eine Eigentümergemeinschaft bestehend aus privaten und institutionellen Grundstückseigentümern zusammen mit der Landeshauptstadt München.

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