Fast lustig, wenn’s nicht traurig wäre

Seit Jahren kämpft und streitet die Gemeinde Haar mit der Deutschen Bahn bezüglich der Sanierung der S-Bahnunterführung und einer Lärmschutzwand. Jetzt überrascht die Bahn mit einem neuen – Kabarett-geeigneten – Vorschlag.

Während Bürgermeister Helmut Dworzak in Sachen Lärmschutzwand auf der Bürgerversammlung die gute Nachricht vermelden konnte, dass man sich sicher sei, dass die „Unterlagen heuer noch an das Eisenbahnbundesamt gehen“, wartet die Bahn in Sachen Sanierung mit einem neuen Vorschlag auf, berichtete Helmut Dworzak in der jüngsten Sitzung des Hauptausschusses. Ein Sockel zu beiden Seiten Laut Bahn solle ein 1,50 Meter hoher und 50 Zentimeter breiter Sockel zu beiden Seiten der Unterführung hochbetoniert werden. Auf diesem Sockel würden die Träger für die Decke montiert. Damit würde die Unterführung schmäler, dunkler und eine vernünftige Verkleidung für die Stahlträger sei auch nicht möglich, erklärt der Bürgermeister weiter, der dem Vorschlag aber auch etwas „Positives“ abgewinnen konnte: Immerhin hätte man dann eine ideale Abstellfläche für Kaffeebecher und sonstigen Müll. Offensichtlich sei irgendein technisches Büro damit beauftragt worden, den billigsten Ansatz zu finden, ohne auf Kundenfreundlichkeit zu achten, ärgert er sich weiter. Beschwerden bei der Bahn seien zudem sinnlos: Die Bahn wisse selber nicht, was sie wolle und jede Abteilung sage etwas anderes. Nach Jahren fruchtloser Diskussionen und viel Entgegenkommen auf Seiten der Gemeinde, wie etwa die Finanzierung der Sanierung, ist Dworzak über den neuen Plan zu Recht sauer: „Dann sollen sie ihren Mist selber machen.“ – K.F. –

Auch interessant:

Meistgelesen

Handeln statt reden
München Ost
Handeln statt reden
Handeln statt reden

Kommentare