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Unbürokratisch sparen

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Fernwärmekunden können viel sparen. Da ist sich der Bezirksausschuss Trudering-Riem ganz sicher.
Fernwärmekunden können viel sparen. Da ist sich der Bezirksausschuss Trudering-Riem ganz sicher. © SWM/Stefan Obermeier

Einer Initiative des Bezirksausschusses Trudering-Riem ist es zu verdanken, dass M-Wärmekunden die laufenden Kosten für ihren Fernwärmeanschluss unbürokratisch senken können.

„Der Oberbürgermeister und der Stadtrat der Landeshauptstadt München werden gebeten, die Geschäftsführung der Stadtwerke München anzuweisen, die Fernwärmekunden schriftlich auf ihre neuen Rechte aufmerksam zu machen“, heißt es in dem Antrag des BAs. Schließlich ermögliche der neue Paragraf 3 in der Verordnung über allgemeine Bedingungen für die Versorgung mit Fernwärme, die noch die alte Bundesregierung auf den Weg gebracht habe, diese Möglichkeit. Dort werde Kunden die Möglichkeit eingeräumt, die sogenannte Wärmeleistung ohne Nennung von Gründen im laufenden Vertrag auf die Hälfte reduzieren zu lassen.

Außerdem wird der Oberbürgermeister um Auskunft gebeten, welche EU-Vorgaben die Änderung beim deutschen Fernwärme-Regelwerk erzwungen haben und wie die SWM bisher darauf reagiert haben.

Mit der Neuregelung werde darauf reagiert, dass die Anschlusswerte von Fernwärmestationen in hohem Maße deutlich überhöht seien, die Reduzierung aber von den Wärmeversorgern übermäßig kompliziert gestaltet worden sei, so auch von den SWM. Leidtragende seien vor allem die Mieter und Wohnungseigentümer in großen Wohnanlagen wie in der Messestadt Riem. Dagegen machten die Fernwärmelieferanten durch die „Überdimensionierung einen fetten Reibach, dem keine eigene Leistung gegenübersteht“. In vielen Fällen könne aber ohne Komfortverlust eine Halbierung des Anschlusswerts vorgenommen werden. „Bei größeren Wohnanlagen kann die Kostenersparnis im fünfstelligen Bereich liegen. Den Antragstellern ist ein Fall einer kleineren Anlage aus der Messestadt bekannt, bei dem über 10.000 Euro eingespart werden – und zwar jährlich“, heißt es in dem BA-Antrag von Georg Kronawitter und Sebastian Schall. Daher hätten, so die beiden CSU-Politiker, viele Wärmelieferanten kein Interesse, ihre Kunden auf dieses Einsparpotential hinzuweisen.

Gerade in einer Phase, in der viele Münchner Haushalte der Heizkostenschock trifft, wäre es nicht hinzunehmen, dass die SWM Unternehmensinteressen wichtiger nehme als ihren Sozialauftrag als kommunales Unternehmen.

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