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Energiequelle der Zukunft

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Informationsabende über die Geothermiepläne der Gemeinden Vaterstetten und Grasbrunn

Die Gemeinden Vaterstetten und Grasbrunn planen ein gemeinsames Geothermieprojekt. Nähere Informationen dazu gibt es am Montag, 14. Juli, um 19 bis 21 Uhr im Rathaus Vaterstetten und am Dienstag, 15. Juli, 19 bis 21 Uhr im Bürgerhaus Neukeferloh von Referenten der Ingenieurbüros Erdwerk und Kess. Geothermie (Erdwärme) ist die Wärme, die vom schmelzflüssigen Kern des Erdinneren an die Oberfläche dringt und dabei im zugänglichen Teil der Erdkruste gespeichert wird. Sie umfasst die unerschöpflich in der Erde gespeicherte Energie, soweit sie entzogen und genutzt werden kann, und zählt somit zu den regenerativen Energiequellen. Als Folge der weltweit knapper werdenden Erdöl- und Erdgasressourcen und einem wachsenden ökologischen Bewusstsein hat man in jüngster Zeit auch Verfahren entwickelt, Geothermie nicht nur direkt zu nutzen (etwa zum Heizen und Kühlen), sondern auch zur Erzeugung von elektrischem Strom oder in einer Kraft-Wärme-Kopplung. Dies ist unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Ob diese Voraussetzungen auch beim gemeinsamen Projekt der Gemeinden Vaterstetten und Grasbrunn vorliegen, wird in den folgenden Monaten zu prüfen sein. Das im Jahre 2005 in Kraft getretene und 2012 auslaufende sogenannte „Kyoto-Abkommen“ der Vereinten Nationen, mit dem Ziel des weltweiten Klimaschutzes, schreibt verbindliche Zielwerte für den Ausstoß von Treibhausgasen fest. Diese sind die hauptsächliche Ursache der globalen Erwärmung. Das „Kyoto-Abkommen“ sieht vor, den jährlichen Treibhausgas-Ausstoß der Industrieländer bis zum Jahre 2012 verpflichtend um durchschnittlich 5,2 Prozent gegenüber 1990 zu reduzieren. Dies sind nahezu 21 Prozent des heutigen Treibhausgasausstoßes! Mit der Förderung der Erdwärme werden die Gemeinden Vaterstetten und Grasbrunn nicht nur einen erheblichen Beitrag zum Umweltschutz leisten (Verringerung des jährlichen CO2-Ausstoßes um 12.000 t, des Stickstoffoxidausstoßes um 11 t, des Schwefeloxidausstoßes um 7 t), diese Maßnahme wird auch, vor allem angesichts weiter steigender Energiekosten, zu deutlichen finanziellen Einsparungen in der Gemeinde und für jeden Einzelnen führen. Erdwärmenutzung in Grasbrunn und Vaterstetten Die Gemeinden Vaterstetten und Grasbrunn werden nach den motivierenden Ergebnissen der Vormachbarkeitsstudie letzten Jahres, als nächstes in einer weiteren Machbarkeitsstudie die seismischen und geologischen Gegebenheiten in den Gemeindegebieten untersuchen. Ferner werden alle Haushalte in den Gemeinden angeschrieben, um den Bedarf an geothermischer Wärme abzufragen und die wirtschaftlichen Voraussetzungen für eine effiziente Nutzung der Tiefenwärme zu prüfen. Deshalb der Appell der Bürgermeister: „Bitte nehmen Sie an dieser Befragung teil, denn nur so ist eine objektive Beurteilung der Situation möglich!“ Ziel ist, bei positiven Ergebnissen, die Gas- und Ölversorgung in beiden Gemeinden so weit als möglich durch Geothermie-Nahwärme zu ersetzen.

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