Endlich Ferien!

Hurra – die Sommerferien stehen vor der Tür – für die meisten Schulkinder die schönste Zeit im Jahr. „Weil sie in der Schule sehr gefordert sind, brauchen sie jetzt eine Ruhepause, die sie möglichst unbeschwert genießen dürfen“, betont die Schulpsychologin und Leiterin der Abteilung Berufswissenschaften im Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV), Simone Fleischmann.

„Kinder haben ein Recht auf Erholung und freie Zeit.“ Ihr Tipp: „Mindestens die Hälfte der sechswöchigen Sommerferien sollte als Pause von der Schule genutzt werden. Grundsätzlich gilt: Je jünger ein Schulkind, umso länger sollte die Erholungsphase dauern.“ „Die Kinder und Jugendlichen brauchen am Zeugnistag besonders viel Aufmerksamkeit und Zuwendung“, erklärt die BLLV- Expertin. „Gleichgültig wie das Zeugnis ausfällt, ob das Klassenziel erreicht wurde oder nicht – Eltern sollten besonnen und liebevoll reagieren. Gute Leistungen sollten in jedem Fall anerkannt, nicht als selbstverständlich hingenommen werden. Schlechte Leistungen dürften kein Anlass für dramatische Szenen, Vorwürfe oder Strafen sein.“ Fleischmann: „Schlechte Noten nagen ohnehin am Selbstwertgefühl junger Menschen.“ Grundsätzlich sollten Eltern ihre Kinder nicht überfordern und sie durch teueren Nachhilfeunterricht auf eine Schulart „trimmen“. Eltern, die ihr Kind während des gesamten Schuljahres hindurch unterstützend begleiten, kennen den Leistungsstand ihres Kindes und sind von den Zeugnisnoten nicht überrascht. Hilfreich sind in jedem Fall immer Gespräche mit der jeweiligen Lehrkraft. „Überraschungen am Zeugnistag gibt es dann erst gar nicht“, so die BLLV-Expertin. „Kinder, die wegen schlechter Noten Angst vor dem Nachhause-Kommen haben, sollten sich unbedingt an Schulpsychologen und Vertrauenslehrer wenden“, empfiehlt sie. Erfreulicherweise hätten zahlreiche Städte und Gemeinden spezielle Hotlines für Kinder und Jugendliche eingerichtet. Die zweite Ferienhälfte kann zum Üben und Wiederholen genutzt werden – aber nur in Maßen“, eine Stunde am Tag sollte genügen. „Auf keinen Fall darf das Lernen die Ferienzeit bestimmen. Mehr Spaß macht das Lernen, wenn befreundete Kinder „Lerngruppen“ bilden und zusammen arbeiten. Vor dem Schulstart können klare Zielvereinbarungen zwischen Kindern und Eltern hilfreich sein. Fleischmann: „In ihnen wird festgehalten, welche Anstrengungen im nächsten Schuljahr unternommen werden müssen, damit die Leistungen besser werden. Eine solche Zielvereinbarung kann durchaus schriftlich, wie ein Vertrag, verfasst werden.“

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