Eigenheimergemeinschaft feierte Jubiläum

40 Jahre Neubaldham

+
1. EGN-Vorstand Rob de Boer konnte auch Vaterstettens Bürgermeister Robert Niedergesäß begrüßen, der zum Gratulieren vorbeischaute.

1972 bekam die Gemeinde Vaterstetten mit der so genannten „Bayernboden“-Siedlung zwischen Karl-Böhm-, Heinrich-Marschner-, Rossini- und Verdistraße den bis heute größten Entwicklungsschub ihrer Geschichte. 

Um bei Auseinandersetzungen wegen Baumängeln eine bessere Verhandlungsposition zu haben, gründeten die frischgebackenen Hausbesitzer damals die „Eigenheimergemeinschaft Neubaldham e.V.“ (EGN). Am Wochenende beging der Verein sein 40-jähriges Bestehen. 

Rund 150 Mitglieder und Freunde der EGN waren zu diesem Anlass in die Reitsberger-Halle gekommen und feierten bei Kuchen, Schweinebraten und Tanzmusik das Jubiläum. „Vor 40 Jahren wurde der Verein aus gemeinsamer Not geboren“, erklärte der erste Vorstand, Rob de Boer. Als EGN habe man sich besser gegen Bauträger und Handwerker behaupten können. 

Die ursprünglichen Themen seien mittlerweile in den Hintergrund gerückt, doch es ständen neue Entwicklungen sowie Projekte in der Gemeinde wie die Schulerneuerung an, die die Eigentümergemeinschaft beträfen, so de Boer. Sorgen bereitet ihm vor allem das steigende Verkehrsaufkommen. 

Bei allem Verständnis für die Probleme der Gemeindeverwaltung wünscht er sich mehr Dialog, vor allem im Vorfeld von Entscheidungen innerhalb des Viertels. „Wir möchten Brücken schlagen – zu einer guten Kommunikation, zum Verstehen und zu gemeinsam gefundenen Lösungen.“ 

Bürgermeister Robert Niedergesäß kam persönlich vorbei, um der Eigentümergemeinschaft zum Jubiläum zu gratulieren. „Die EGN ist eine erfolgreiche Bürgerinitiative, ein wichtiger Mosaikstein in unserem lebendigen Vaterstetten.“ Dem Bau des Wohnparks Neubaldham, der damals als „Zufluchtsstätte für sogmüde Münchner“ angepriesen wurde, sei ein zentraler Zuwachs der kommunalen Infrastruktur gefolgt, erinnerte Niedergesäß in seinem Grußwort. Dadurch seien der evangelische Kindergarten, die Grund- und Mittelschule mit Schwimmbad, die Bücherei sowie das Gymnasium entstanden. 

Beim Jubiläumsfest am Wochenende wurden viele Erinnerungen hervorgekramt. Zum Beispiel an den Einzug in die neue Siedlung, als es noch einen Kiesacker statt einer Straße gab, kein Baum oder Strauch vorhanden waren. Oder an den Hagelsturm vom 12. Juli 1984, als innerhalb weniger Minuten Hagelkörner in Golfball-Größe fast alle Dachflächenfenster und Glaskuppeln in der Gemeinde zerstörten. Mit Hilfe des EGN-Vorstands, der Scheiben und eine „fliegende Werkstatt“ in einem Garagenhof organisierte, hatten alle Mitglieder in kürzester Zeit Ersatz. 

Das Jubiläumsfest sei auch dazu genutzt worden, alte Kontakte aufzufrischen und neue Leute kennen zu lernen, freute sich Rob de Boer. Schließlich hätten in den vergangenen Jahren viele Häuser die Eigentümer gewechselt. Nur als aktive und lebendige Gemeinschaft könne die EGN überleben und auch künftig ein ernst zu nehmender Gesprächspartner bleiben. 


Auch interessant:

Meistgelesen

Interview mit dem Haarer Bürgermeister und dem Fraktionsvorsitzenden der CSU 
Interview mit dem Haarer Bürgermeister und dem Fraktionsvorsitzenden der CSU 
Haarer Hauptausschuss diskutiert über Balkonsolaranlagen für Mieter
Haarer Hauptausschuss diskutiert über Balkonsolaranlagen für Mieter
Neue Kolumne: Motzi und Ich 
Neue Kolumne: Motzi und Ich 

Kommentare