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Betten für Flüchtlinge

„Wo wir können, helfen wir!“

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Wenigstens ein Platz zum Schlafen: Die Flüchtlingsnotaufnahme in der Messe München.

MESSESTADT Tausende von Flüchtlingen kommen derzeit täglich in München an. Viele müssen zumindest für eine Nacht untergebracht, verpflegt und dann Erstaufnahme-Einrichtungen zugeteilt werden. Die Messe München stellt dafür vorerst drei Hallen unentgeltlich zur Verfügung.

Eine Mammutaufgabe müssen Christoph Hillenbrand, der Regierungspräsident von Oberbayern, die Stadt München, karitative Organisationen und ehrenamtliche Helfer lösen angesichts der Flüchtlingsströme, die täglich in der bayerischen Landeshauptstadt eintreffen. Am Wochenende waren es rund 20.000, so viele, wie die Gemeinde Haar Einwohner hat. Wohin aber mit den Menschen, die nach Krieg und mühsamer Flucht hier ankommen? Sie brauchen zumindest einen Übernachtungsplatz, eine medizinische Erstuntersuchung, Verpflegung und Kleidung.

„Am Freitag gegen Mitternacht gab es die Abstimmung mit der Staatskanzlei, die Messehallen zu nutzen, wenn möglich“, so Hillenbrand. „Jetzt war es nur noch eine Sache der Funkfrequenz, auf welchem Alpengipfel ich Klaus Dittrich erreiche“. Es war der Mont Blanc, an dem der Messechef Hillenbrands Bitte, die Messehallen für Flüchtlinge zu öffnen, entgegennahm. „Am Samstag um 11 Uhr sprachen wir uns mit der Messe ab, die auf die Raumkosten verzichtet. Das finde ich extrem fair“, so Hillenbrand. Bereits um 14 Uhr brachten Laster der Hilfsorganisationen die ersten 500 Betten, die der Flughafen zur Verfügung gestellt hatte. „Die anderen Betten kamen aus ganz Bayern, um 17 Uhr trafen die ersten Asylsuchenden ein. Bis Mitternacht waren es 1700“. Inzwischen stehen 2200 Betten in den Hallen C1 und C2, in der Halle C3 wurde ein Verpflegungs-Zentrum eingerichtet.

Messechef Klaus Dittrich erklärte im Gespräch mit HALLO: „Wo wir können, helfen wir!“ Trotz der Belegung von drei Hallen mit Flüchtlingen könne die Bäckereimesse iba, die am kommenden Samstag beginnt, unbeeinträchtigt stattfinden. Erst Anfang Oktober zur Expo-Real würden die Hallen wieder benötigt. Hier sei ja nur ein Notbetrieb mit starkem Durchlauf eingerichtet. „Wir stellen die Hallen kostenlos zur Verfügung. Auch Tisch, Stühle und Trennwände sind von uns. Die Leute bleiben über Nacht hier zur Rasten, Essen und Schlafen“, so Dittrich. „Es fahren laufend Busse ab, man sieht die Menschen draußen ja stehen“.

Anders sei es mit der Erstaufnahme-Einrichtung auf dem Flohmarktgelände im Osten, das die Messe München zeitweise als Ausstellungsfläche benötigt. Dort seien die Flüchtlinge länger untergebracht. „Diese Einrichtung wird fristgerecht abgebaut, damit wir im Oktober mit dem Bauma-Aufbau beginnen können“, erklärte Klaus Dittrich.

Gabriele Mühlthaler

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