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Ein Grund zum Feiern

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Das Dino-Team bleibt nachhaltig. Tanja Probst, Catherina Schroell, Daniel Haag und Raphael Haller (v.l.) freuen sich auf ihren neuen Arbeitsplatz.
Das Dino-Team bleibt nachhaltig. Tanja Probst, Catherina Schroell, Daniel Haag und Raphael Haller (v.l.) freuen sich auf ihren neuen Arbeitsplatz. © Gemeinde Haar

Das „Dino“ macht seinem Namen langsam alle Ehre: Vor ganzen vier Jahrzehnten startete der Jugendtreff am Wieselweg. Aber für alle „Dinos“ auch ein Moment für einen besonderen Blick in die Zukunft.

Es begann recht unkonventionell: 40 Jahre ist es her, dass ein vom Bau des Jagdfelds übriggebliebenes Container-Architektenbüro in einen Keller gestellt wurde. Das war die Geburtsstunde des Dino.

Die ersten zehn Jahre waren die Jugendlichen hier „Kellerkinder“: Oberirdisch war ein Kinderhort untergebracht, unten drunter konnten sich die Kids in ihrer Freizeit treffen. Heute werden sich wohl nur noch wenige an das große Ankündigungsplakat für das Stück „Gib dem Dino Saures“ vom Theater der Jugend erinnern, das praktisch schicksalhaft das erste Poster im ansonsten noch nackten Jugendkeller war. Das namensgebende Plakat ist längst verschwunden, doch das bunte junge Leben tobt im Treff nach wie vor. Allerdings sollten die Wände dabei mittlerweile wohl nicht mehr allzu sehr ins Wackeln geraten, denn der alte Con­tainer hat seine Schuldigkeit nach dieser langen Zeit mehr als getan.

Deshalb gibt es jetzt Zukunftspläne: Das Dino darf sich auf ein neues Zuhause freuen. Nicht irgendeines, sondern der Jugendtreff wird als erstes Cradle-to-Cradle-Projekt (C2C) der Gemeinde errichtet – und ist damit ein absoluter Vorreiter. Nicht nur in Haar. Und wo würde diese Art des nachhaltigen innovativen Bauens besser passen als in einem Haus für die Jugend? Die Philosophie von C2C verfolgt einen durchweg positiven Ansatz, der sich durch nahezu alle Lebensbereiche zieht. Es geht um Mehrwert, um Innovation und Lebensfreude. Wer ein Gebäude unter diesem Credo bauen will, der achtet darauf, dass es beispielsweise möglichst umnutzbar ist und alle eingesetzten Materialien demontierbar und recycelbar sind. Die Gebäude nutzen ausschließlich erneuerbare Energien, verbessern die Qualität der Luft und des Wassers messbar und tragen dazu bei, die Biodiversität zu erhöhen. Darüber hinaus erfüllen sie lebensverbessernde Funktionen, indem sie beispielsweise die Gesundheit der Menschen fördern, die in ihnen leben und arbeiten.

Derzeit befindet sich die Gemeinde gemeinsam mit dem Architekturbüro KONRAT in der Phase der Zielsetzung. Dann geht es an die konkrete Planung und Umsetzung.

Das Dino bleibt damit in einer schönen Tradition. Denn: Was in den 70ern mit Wiederverwertung begann, wird weiterhin noch nachhaltiger. Die Dinos sterben bei uns eben nicht aus. Im Gegenteil: Sie werden zu Captain Future.

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