Erfolgreiches Jahr 2016?

Ispo und Bauma: Messe vor „Rekordjahr“

+
Klaus Dittrich, erfolgreicher Messechef.

Die Messe München wächst und wird immer profitabler. Im Rahmen der jüngsten Jahrespressekonferenz am vergangenen Freitag kündigte Messechef Klaus Dittrich für 2016 ein „Rekordjahr“ an: Das Unternehmen erwartet einen Umsatz von 400 Millionen Euro.

Die Messe München hat das sechste Mal in Folge Gewinn erwirtschaftet und steuert 2016 laut Klaus Dittrich auf ein „außergewöhnliches Rekordjahr“ zu. Denn im April wird die nur alle drei Jahre stattfindende Baumaschinenmesse „bauma“ eröffnet, die größte Messe der Welt. Der Konzernumsatz der Messe München dürfte damit von 270 Millionen Euro im abgelaufenen Jahr auf rund 400 Millionen steigen.

Der Freistaat Bayern und die Landeshauptstadt als Hauptgesellschafter bekommen für das vergangene Jahr den Überschuss von 12 Millionen Euro überwiesen. Als Gründe für die positive Entwicklung des Geschäfts nannte Dittrich die gute Konjunkturlage in Deutschland, ein striktes Kostenmanagement und ein erfolgreiches Wachstumsprogramm.

profitabelste Messegesellschaft

Dittrich zufolge sei die Messe München „mit Abstand die profitabelste Messegesellschaft Deutschlands“; für die rund 670 Mitarbeiter am Standort München bedeutet dies nicht nur einen sicheren Arbeitsplatz, sondern auch eine Gehaltserhöhung von 2,6 Prozent. Die Strategie, den Standort München am besten dadurch schützen und fördern zu können, indem die Auslandsgeschäfte kontinuierlich ausgebaut werden, will die Messegesellschaft weiter fortsetzen. 22 Prozent am Gesamtumsatz machten 2015 die Auslandsgeschäfte aus, erklärte Geschäftsführer Stefan Rummel. Ein Höhepunkt sei 2015 der Kauf von Russlands größter Baumaschinenmesse CTT in Moskau für einen zweistelligen Millionenbetrag gewesen (HALLO berichtete). „Damit“, so Rummel, „bauen wir unsere weltweit führende Stellung im Bereich der Bau- und Bergbaumaschinen weiter aus“.

Neben dem russischen, indischen und chinesischen Märkten liegt ein Fokus der Messe in diesem Jahr auch auf dem Iran. Rummel sieht darin einen „Zukunftsmarkt“, weshalb die IMAG, eine Tochtergesellschaft der Messe München, in diesem Jahr sechs Messen dort ausrichten wird.

Wichtige Termine in diesem Jahr sind für die Messe München die Sportartikel-Messe Ispo, die ab 24. Januar alle Messehallen in München füllt, im März der europäische Urologen-Kongress mit erwarteten 12.000 Teilnehmern, ab 11. April die „bauma“, zu der Dittrich eine halbe Million Besucher erwartet, im Mai die Umweltmesse IFAT, im Juni der erste Spatenstich für den Bau zweier neuer Messehallen für 105 Millionen Euro und im September der europäische Diabetes-Kongress mit 15.000 Teilnehmern. Angesichts schwieriger Börsennachrichten aus China und nicht ganz ungetrübter politischer Beziehungen zu Russland sieht Dittrich sein Auslandsgeschäft dennoch nicht gefährdet. „Das ganze Leben ist ein Risiko“, erklärte er. Und fügte an, dass die Risiken für die Messe München „überschaubar“ seien und das Unternehmen mit seinen Investments stets „auf Sicht“ fliege. In China gebe es weiter Wachstum – wenn auch nur noch „im einstelligen und nicht mehr im zweistelligen Bereich“.

zip

Auch interessant:

Meistgelesen

Ein Beachvolleyballplatz und das Budget des Bezirksausschusses Trudering-Riem
Ein Beachvolleyballplatz und das Budget des Bezirksausschusses Trudering-Riem
Symposium im Isar-Amper-Klinikum Haar „It‘s all about sex“
Symposium im Isar-Amper-Klinikum Haar „It‘s all about sex“

Kommentare