Standorte sollen geprüft werden

Neuer Vorschlag: Kita-Ersatz im Klimapark?

+
Ein neuer Vorschlag, um Kita-Probleme im Prinz-Eugen-Park zu lösen: Lokalpolitiker denken über den Klimapark als neuen Standort nach, den Anwohner vor einem Bau retten wollten. Foto: hki

Bogenhausen - Nach Planungschaos im Prinz-Eugen-Park fordern Stadträte, neue Standorte wie den Fideliopark zu prüfen

Das Planungschaos im Prinz-Eugen-Park geht weiter. Der Umstand, dass bis 2019 bereits 1000 Wohnungen bezogen werden, die Kinderbetreuungseinrichtung aber erst 2020 öffnet, hatte bereits für Unmut gesorgt (Hallo berichtete). Jetzt führt ein Antrag der Grünen/Rosa Liste im Stadtrat zu neuen Irritationen – sie schlagen vor, den Klimapark als möglichen Standort für eine Interims-Kita zu prüfen, da dort ohnehin das Wilhelm-Hausenstein-Gymnasium gebaut wird. Der Schulbau im Fideliopark hatte jedoch zu heftigem Protest geführt. Dass eine Stadtratsfraktion nun die Grünfläche für ein Provisorium in Erwägung zieht, ärgert die Initiative Pro Klimapark. „Mir fehlen die Worte“, sagt Tania Albrecht von der Initiative. „Das ist sicher nicht die erste Lösung“, räumt Angelika Pilz-Strasser, Vorsitzende des Bezirksausschusses (BA) Bogenhausen ein. Sie stellt klar: „Es fehlen immer noch Zahlen.“ Dass die Stadt nun offenbar von einer kurz-, mittel- und langfristigen Unterversorgung an Kinderbetreuungsplätzen im Prinz-Eugen-Gelände spricht, bedeutet für sie: „Ein Provisorium reicht dann sowieso nicht.“ Ob die Planung der Verwaltung von Anfang an fehlerhaft war, ist unklar. Fest steht: „Ohne Zahlen können wir nicht vernünftig planen“, sagt die Viertelchefin. „Es ärgert mich massiv, dass wir bis heute nicht wissen, wie viele Plätze nötig sind.“ Das Bildungsreferat gibt sich optimistisch: Man rechne damit, den Bedarf 2018 decken zu können, heißt es auf Anfrage. Eine Arbeitsgruppe arbeite intensiv an einer Lösung.

hki

Auch interessant:

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Kommentare