Auf Höhenflug

Emily Bessoir aus Daglfing ist die erste deutsche Basketballerin, die je zum NBA-Camp geladen wurde

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1,92 Meter groß, 16 Jahre alt und ein absolutes Basketball-Talent: Emily Bessoir.

Daglfing - Emily Bessoir wurde als eine der fünf besten Spielerinnen ausgezeichnet. Wie es dazu kam, erzählt sie Hallo exklusiv

Anfangs konnte sie es nicht fassen. „Es hat Wochen gedauert, bis ich es realisiert habe“, sagt Emily Bessoir. Kein Wunder, bei so vielen Erfolgen: Sie wird als eine der fünf besten Spielerinnen Europas ausgezeichnet, bekommt den Titel „Wertvollste Spielerin“ in Deutschland und ihr Heimatverein TS Jahn ernennt sie zur Sportlerin des Jahres. Und dann auch noch die Einladung zum Frauen-Camp der NBA und FIBA. Die 16-jährige Daglfingerin ist die erste deutsche Basketballspielerin, die daran teilnehmen darf. Vor ihr haben Größen wie Dirk Nowitzki in dem Camp trainiert. Ihr Trainer beim TS Jahn, Rüdiger Wichote, ist jetzt schon überzeugt: „Emmy wird mal eine ganz große Profi-Spielerin – und zwar so eine, wie es schon lange nicht mehr gab.“

Groß ist sie jetzt schon: 1,92 Meter misst die 16-Jährige. „Ich komme mit meiner Größe ganz gut klar“, sagt Emily Bessoir – auch wenn sie deswegen oft auffällt. Trotz des Höhenflugs bleibt die Daglfingerin gelassen: „Erst mal will ich mein Abitur machen“, erzählt sie. Und: „Bevor ich im September in die elfte Klasse komme, dürfen mich sowieso keine Trainer kontaktieren.“ Wenn sie das Abi in der Tasche hat, will Emily Bessoir studieren – ihr Traum ist es, in den USA, in Stanford, mit einem Sport-Stipendium zur Uni zu gehen. Die Familie ihres Vaters Bill Bessoir kommt aus den USA und lebt an der Ostküste. Nur in Los Angeles, wo gerade das NBA-Camp stattfindet, war die 16-Jährige vorher noch nie. Schon vor dem Camp war sie aufgeregt: „Ich war so gespannt, wen ich alles kennenlerne“, erzählt sie.

Zu dem mehrtägigen Trainingslager wurden 20 Spielerinnen aus der ganzen Welt geladen sowie Spieler und Coaches der NBA und der FIBA. Seit wann die Schülerin Basketball spielt, kann sie gar nicht so genau sagen: „Eigentlich schon immer.“ Schließlich spielt ihre ganze Familie Basketball – ihr Vater Bill Bessoir war Profi, auch Bruder und Mutter spielen. Als Kleinkind hat sie dem Bruder in der Halle zugeschaut, seit 2009 dribbelt sie in dem Bogenhauser Verein TS Jahn. Inzwischen hat sie zwischen 30 und 50 Medaillen und Pokale daheim – so genau weiß sie das gar nicht. Ihr Ziel für dieses Jahr: Im Sommer will sie sich mit der U18-Mannschaft für die WM qualifizieren. Hanni Kinadeter

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