Ein ausgebeuteter Stadtteil

Eine Ausstellung des Nordost-Kulturvereins zeigt die Geschichte Oberföhrings

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Roland Krack hat eine Ausstellung über den Stadtteil Oberföhring zusammen gestellt

Oberföhring - Das Viertel ist der älteste Stadtteil Münchens - denn ohne den Föhringer Salzhandel gäbe es die Stadt heute nicht. Jetzt soll seine Geschichte gezeigt werden

Das ist jetzt in einer Ausstellung im Bürgerpark zusehen, dem neuen Domizil des Nordost-Kulturvereins. Allerdings ist Oberföhring nicht nur der älteste, sondern auch der ausgebeutete Stadtteil – denn Heinrich XII leitete die Salzstraße von Oberföhring einfach um und zwar zum Gasteig. Dadurch gingen den Oberföhringern alle Einnahmen aus Zoll und Salzhandel verloren. Damit leistete Oberföhring wider Willen „Geburtshilfe“ für München – freilich kämpfte der Chef Oberföhrings, der Bischof von Freising, vor Gericht um Entschädigung wegen der fehlenden Einnahmen. Später aber, 1913, wurde Oberföhring dann sogar eingemeindet und zu einem Teil Münchens. Das und vieles mehr ist auf etwa 40 Tafeln in der Ausstellung zu sehen. „Wir haben die Geschichte des Stadtteils zum ersten Mal zusammengefasst“, sagt Roland Krack vom Nordost-Kulturverein. „Für mich ist mein Wohnumfeld Teil meiner Identität – deswegen will ich die Geschichte bewahren“, sagt er. soph 

Die Ausstellung eröffnet am Freitag, 2. März, 17.30 Uhr, im Bürgerpark Oberföhring Haus 1, in der Oberföhringer Straße 156. Die Ausstellung geht bis Sonntag, 25. März. Öffnungszeiten: Freitag bis Sonntag je 14 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei. Zur Ausstellung gibt es einen Begleitband über die Geschichte des Stadtviertel – dieser kann im Bürgerpark erworben werden.

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