Blut im Treppenhaus

Anwohner verärgert über schlechten Halloween-Scherz

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Unbekannte haben Kunstblut im Treppenhaus eines Mehrfamilienhauses in Bogenhausen angebracht.

Bogenhausen: Dieser Halloween-Scherz ist nach hinten los gegangen: Anwohner in Bogenhausen sind verärgert über Kunstblut im Treppenhaus.

Elmar Zuerl ist hörbar verärgert. „Mit Halloween hat das nichts zu tun, das ist Sachbeschädigung.“ Als er an Allerheiligen Besuch bekam, fragten ihn seine Freunde entsetzt: „Wie schaut’s denn bei dir im Gang aus?“ Im dritten Stock, im vierten Stock, vor der Garage und am Garagentor – überall Blutspuren und Tropfen. „Gott sei Dank nur Kunstblut“, sagt Zuerl. Er kann sich noch genau daran erinnern, als es an Halloween an seiner Tür klingelte. „Aber bis ich vom Fernseher aufgestanden und bei der Tür war, waren die längst wieder weg.“ Zuerl hörte im Treppenhaus nur noch Mädchengekicher. An Halloween hatte der Bogenhauser erst gar nicht gedacht.

Wände müssen neu gestrichen werden

„Ich verstehe ja, wenn jemand Spaß haben will und sich maskiert – aber das geht zu weit“, sagt er. Das Kunstblut muss nun entfernt und die Wände neu gestrichen werden.

Die Kosten werden laut Zuerl auf die Bewohner umgelegt – zwölf Parteien wohnen in dem Haus in der Spilhofstraße.

Wie viele solcher und ähnlicher Sachbeschädigungen es an Halloween in München gegeben hat, konnte die Polizei auf Hallo-Nachfrage nicht mitteilen. Statistisch werde kein Halloween-Bezug festgehalten. Allerdings halten sich „jugendtypische vandalistische Sachbeschädigungen“ im Tatzeitraum „31. Oktober bis 1. November“ im Rahmen, so Sprecherin Anna-Katharina Heschl. 2014 gab es drei, 2015 ein und im Vorjahr zwei polizeilich bekannte Delikte. Zahlen für 2017 liegen noch nicht vor.
hki

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