Betreutes Wohnen und Wohnanpassung

Ein starkes Duo bei der Hilfe für Senioren, Behinderte oder kranke Menschen, ihr Leben weiter zuhause gestalten zu wollen: Gloria Hörnemann und Sabine Nowack (re.) vom Verein Stadtteilarbeit. Foto: Harald Hettich

„Wir alle wollen auch im Alter unsere Unabhängigkeit weitestmöglich erhalten und unsere vertraute Wohnung nicht aufgeben müssen – wir bieten dazu kompetente Hilfe und Unterstützung!“ Gloria Hörnemann weiß, wovon sie spricht. Die Sozialpädagogin mitverantwortet seit Jahren beim Münchner Verein Stadtteilarbeit e.V. den Bereich „Betreutes Wohnen zuhause“ für Berg am Laim, Bogenhausen und Trudering.

Menschen sollen im hohen Alter, bei Krankheit oder Behinderung durch das vielfältige Angebot des weit verzweigten Sozialdienstleisters die Möglichkeit erhalten, im eigenen, vertrauten Wohn- und Lebensumfeld verbleiben zu können. „Sicherheit in vertrauter Umgebung“ sind wichtige Schlagworte für Menschen in solchen Grenzsituationen“, beschreibt Hörnemann den Background ihres Wirkens. In enger Zusammenarbeit und Verzahnung mit der ebenfalls beim Trägerverein Stadtteilarbeit e.V. beheimateten Fachstelle Wohnberatung sollen praktische Möglichkeiten für ein möglichst langes Leben zuhause aufgezeigt werden. Finanziell fußt das umfangreiche Projekt auf den Beiträgen der Kunden, Zuschüssen der Sozialträger (Kontakt über die Sozialbürgerhäuser in den Stadtteilen) im Bedarfsfall und aus Mitteln der Stadt. Neben hauptamtlichen Kräften, Sozialpädagogen und Architekten in der Zentrale des Vereins Stadtteilarbeit an der Aachener Straße 9 (Telefon 35 70 433-0) schultern auch derzeit 16 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer die umfänglichen Aufgaben. „Wir würden uns sehr über weitere Helfer freuen“, so Gloria Hörnemann im Schulterschluss mit Sozialpädagogin Sabine Nowack aus der Fachstelle Wohnberatung des Hauses. Einblicke und Details „Ist der Kühlschrank mal wieder leer, muss geputzt werden oder brauchen die Menschen anderweitige Haushaltsunterstützung oder einfach nur eine Ansprachegelegenheit – dafür sind wir da“, umreißt Hörnemann das eigene Betätigungsfeld. „Unsere Mitarbeiter und Ehrenamtlichen erledigen Besorgungen, Fahrdienste oder Ämtergänge“. Die Kunden und vor allem auch deren Angehörige, die den eigenen Vater oder die Mutter gut versorgt wissen wollen, können Grund- oder Wahlleistungen buchen und auf die Leistungen einer eigenen Hausnotrufzentrale setzen. „Derzeit haben wir 52 Klienten in dieser Versorgungspalette“, beschreibt Hörnemann – „darunter allein 40 Menschen im schweren Case-Management!“ Es sei vertrauensvolle und auf Langfristigkeit angelegte Tätigkeit für die älteren, behinderten und damit schwächeren Menschen der Gesellschaft. Essen auf Rädern, Reha und Ergotherapie oder Begleitdienste – dies alles bietet der Dienst. „Die Tendenz und Nachfrage ist zudem schon aufgrund der zunehmenden Alterung unserer Gesellschaft weiter steigend“, zeigt sich die erfahrene Sozialpädagogin im Gespräch mit HALLO überzeugt. Wohnungsberatung kostenlos Beim Leistungsbereich Wohnungsanpassung kommt Sabine Nowack zu Wort. „Ist die bisherig genutzte Wohnung weiterhin geeignet, was kann ich in der Wohnung ändern, damit ich weiterhin dort wohnen kann ? – das sind die zentralen Fragen der Menschen an uns von der Wohnberatung“, beschreibt sie den Ansatz ihres Hauses. „Diese eigentliche Wohnberatung ist kostenlos“, wirbt sie für das Angebot. Baufachleute und Architekten gehören zum Team und beraten die Menschen. Wie und in welchem Umfang kann man umbauen, wie die bestehende Ausstattung verbessert werden? Vom Haltegriff in Bad und WC reicht die Palette bis zur behindertengerechten Rampe und Türerweiterung, von der Herdsicherung bis zur behindertengerechten Gegensprechanlage und Ausstattung des Bades und Wohnraums. Dazu werden die potentiellen Klienten auch in Sachen Finanzierung nicht allein gelassen – eine umfassende Beratung über mögliche Kostenbeteiligungen von Kassen, Einrichtungen der Schwerbehindertenförderung, des Sozialamtes oder vonseiten vieler Stiftungen wird beim Verein ebenfalls geleistet.“ Allein 2009 konnten wir in den verschiedenen Phasen einer solchen Umbauplanung rund 260 Menschen helfen – auch hier ist die Tendenz klar im Steigen begriffen“, erklärt Nowack. „Positiv auch – wir sind nicht mehr nur auf die Stadtgebiete beschränkt, sondern bieten unseren Service jetzt auch im gesamten Landkreis.“ Harald Hettich

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