Mit Bergbahn, Bus und Bike

Eine 34-köpfige Reisegruppe aus Allauch war im Juli zu Gast in Vaterstetten. Traditionell zur Volksfestzeit findet dieser Austausch nun im 28. Jahr der Städtepartnerschaft statt. Heuer waren neben alten Bekannten, die bereits die Anfänge der „Jumelage“ begleitet haben, auch wieder neue Gesichter dabei, die zum Fortbestand der deutsch-französischen Verbindung beitragen werden.

Das deutsche Partnerschaftskomitee hatte für die südfranzösischen Gäste ein abwechslungsreiches Ausflugsprogramm zusammengestellt. Mit so ziemlich jedem Fortbewegungsmittel waren die Besucher im Umland unterwegs. Nach der langen, 15-stündigen Anreise mit dem Bus sorgte der Radlausflug am ersten Besuchstag für den entsprechenden Ausgleich. Jo Neunert führte die Gruppe an und zeigte den mehr oder weniger geübten Radlern Sehenswürdigkeiten in dem Landkreis. Die Radtour endete am Vaterstettener Jugendzentrum mit einem gemeinsamen Grillfest von Gästen, Gastgebern und Freunden der Partnerschaft. Vielen Dank den Mitarbeitern des JUZ für ihre Unterstützung! An den folgenden Tagen begleitete Ursel Franz vom Partnerschaftskomitee die Gruppe bei den Ausflügen, die zum Schloss Neuschwanstein, zu den Kristallwelten von Swarovski und nach Innsbruck führten. Begeistert waren die Franzosen von der Fahrt mit der Bergbahn auf das Brauneck und den Blick ins Karwendel bei allerschönster Sonne, die sich seit Langem das erste Mal wieder zeigte. Ausflug zu Swarovski Am gleichen Abend waren Gäste und Gastgeber zum Partnerschaftsabend eingeladen. Ein lauer Sommerabend machte es möglich, das Fest endlich einmal im Freien zu feiern. Im Biergarten des Parsdorfer Gasthofes „Zur Post“, der auch von weiteren Gäste gut besucht war, spielte die Ammerthaler Blasmusik, die Neufarner Trachtenjugend tanzte dazu. In seiner Ansprache würdigte Bürgermeister Robert Niedergesäß das Engagement beider Komitees, die sich rege für das Bestehen der Partnerschaft einsetzen. Besonders hob er die französischen Pioniere der Partnerschaft hervor, die sich in der Anfangszeit verdient gemacht haben: Anne-Marie Raymond (Witwe des 1. französischen Komiteepräsidenten Pierre Raymond), Jean-Louis und Odile Kelbel, Jean Aubert sowie Huguette und Lucien Pelaud. Chantal Bertin, Präsidentin des französischen Komitees, bedankte sich im Namen aller Franzosen für die herzliche Aufnahme in den Gastfamilien und das gelungene Ausflugsprogramm und schloss ihr Grußwort mit „Vive le jumelage“. Höhepunkt und Abschluss des Besuchs war der Einzug zum Volksfest, bei dem sich die französischen Damen in landestypischen Kleidern mit provenzalischen Mustern und die Herren in weiß mit roter Bauchbinde präsentierten. Feierfreudig und „trainiert“ vom eigenen Bierfest in Allauch, das heuer am 29. August stattfindet, tanzten die französischen Gäste bis zum letzten Lied der Ammerthaler auf den Bänken. Gastfreundschaft? Die Gäste aus Allauch reisen jedes Mal mit einem Bus an. Beim aktuellen Besuch stand er in der Anemonenstraße in Vaterstetten, da der Fahrer in einer in diesem Viertel ansässigen Familie untergebracht war. Von der Gemeinde Vaterstetten hat er für das Parken eine Ausnahmegenehmigung erhalten. Trotzdem war der Bus wohl nicht erwünscht – erst wurde anonym ein Zettel angebracht, der Bus dürfe dort nicht stehen, dann wurde der Bus am Abreisetag noch mit Kaffee oder einer anderen braunen Flüssigkeit deutlich sichtbar bespritzt und musste so verschmutzt nach Hause fahren. Es bleibt die Frage an den oder die Verursacher: „Ist das Ihre Art der Gastfreundschaft?“

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