Verkehr, Infrastruktur und Glasfasernetz

Zahlreiche Anträge von Berg am Laimern bei der Bürgerversammlung

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Zahlreiche Berg am Laimer nutzten die jüngste Bürgerversammlung, um Anträge zu stellen wie Markus Lucke und Frederike Weber.

Freilich nicht allein der Bach bewegt die Berg am Laimer. Viele Anträge wurden gestellt, der Berg am Laimer Stefan Hofmeier stellte sogar gleich vier.

Große Mehrheit fand Stefan Hofmeiers Anliegen, den S-Bahnhof Berg am Laim künftig als Zustiegsstation für die Flughafen-Linie S8 anzukoppeln. Durch den Bau weiterer Bahnsteige sei dies möglich. Die Versammlung sah das genauso. Allerdings relativierte der anwesende MVG-Vertreter die Hoffnung: „Frühestens 2030“ sei daran zu denken. Die zweite Stammstrecke lasse grüßen und binde viele Mittel. Ein weiterer Antrag Hofmeirs den öffentlichen Nahverkehr betreffend fand klare Mehrheiten. „In alle Richtungen“ solle sich die Stadt bereits jetzt Gedanken über eine Verlängerung der Tramlinie 25 über den heutigen Endhalt Berg am Laim hinaus machen. Beispielhaft wurde Daglfing genannt. Die Mehrheit sah dies ebenso.

Einstimmig folgten die Anwesenden außerdem Hofmeirs Forderung, den Ausbau des Glasfasernetzes flächendeckend in der Stadt einzufordern – als „Investment für die Bevölkerung“. Ebenso einig war man bei der letzten Forderung des engagierten Bürgers, alle verbliebenen Grünflächen im Viertel als wichtige Ausgleichsressource zu erhalten. Auch die Berg am Laimer Strukturplanungen in und um die Neumarkter Straße waren Thema. Thomas Pfeiffers Forderung, die Ausgestaltungen und Neukonzeptionierungen rund um das Temmler-Areal auf alle Bedürfnisse anzupassen, wurde mehrheitlich zugestimmt. Das Planungsreferat unterstrich Gesprächsbereitschaft. Allerdings stoße die Erfüllung mancher Interessen an Grenzen, wenn eben neben einer geplanten Großbäckerei mit Schichtbetrieb kein Wohnbau geplant werden könne. „Bei dem Lärm will da sicher niemand wohnen“, warb die Vertreterin der Behörde auf klare Trennlinien.

Beim Temmler-Areal zeigten sich alle Beteiligten durchaus zufrieden. Die nachgebesserten Entwürfe würden weit mehr Transparenz und Durchgängigkeit bieten. Dass der Bauherr Baurecht in hohem Maße ausschöpfe, sei laut BA-Chef Robert Kulzer (SPD) nicht zu verhindern.

Auch im Verkehrsbereich gab es einiges zu besprechen. Sicherere Fußgängerbereiche entlang der engen Bad-Kreuther-Straße forderte Ingrid Doffek und wurde dabei von einer klaren Mehrheit ebenso unterstützt wie Günther Mayr mit seinem Wunsch, die Radwege entlang der Berg-am-Laim-Straße von Pkw und Lkw freizuhalten und darauf mittels Verkehrsüberwachung zu achten. Eine Ampel für Radler soll es im Bereich Mutschelle-/Kreillerstraße geben, forderte Edeltraud Beege angesichts zu wenig Radler-Disziplin und allzu häufigen Kreuzungsquerungen bei „Rot“. Sie bekam eine Mehrheit. Die Bürger zeigten sich andererseits aber auch kritisch und städtischen Expertenaussagen aufgeschlossen. Im Behrpark sollen Wegebeziehungen trotz Matsch und Nässe auch künftig nicht planiert werden, widersprach die Mehrheit auf städtisches Zuraten einem Bürgerantrag. Keine Mehrheit fand auch das Ansinnen eines Vaters, den Ostteil der Grafinger Straße im Bereich der Grundschule zur Einbahnstraße umzufunktionieren. Vor allem der Hinweis der MVG auf die wichtige Passage des Busses 146 in beide Richtungen zeigte Wirkung. Fast gar keine Unterstützung bekam das Antrags-Duo Frederike Weber und Markus Lucke, das im Stakkato-Ton fast ein Dutzend Anträge formulierte und damit zwar den Berg am Laimer Antrags- rekord verbesserte. Doch lediglich die Forderung nach einem Halteverbot zwischen Gerlos- und Heinrich-Wieland-Straße im Verlauf der dort besonders engen St.-Veit-Straße mochten die anderen Berg am Laimer mittragen. hh

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