Zu hoch, zu schnell und zu laut

Verkehrs-Probleme beschäftigen BA Berg am Laim immer mehr

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Große Problemfelder des Individualverkehrs in Berg am Laim: Am Mittleren Ring fordern die Bürger endlich Verbesserungen. An den Tunnelnahtstellen will der BA die übergroßen Brummis ausbremsen. Ob das gelingt?

Die Verkehrsströme durch Berg am Laim nehmen wie im gesamten München stetig zu, die flankierenden Probleme werden größer und größer, Lösungen sind rar. Mehrthematisch hatte sich zuletzt auch der Berg am Laimer Bezirksausschuss mit den unterschiedlichsten Problemfeldern auf den Trassen entlang und durch das Viertel herumzuschlagen.

In einem Antrag an das Stadtteilgremium hat ein Bürger einmal mehr besonders den Mittleren Ring fokussiert. Er erinnert den BA an den einst ehrgeizig forcierten Lärmminderungsplan der Stadt. Doch die in einer dicken Schwarte 2012 vorgestellten Änderungen zur Entlastung der Ring- anwohner seien aus seiner Sicht an der nahen Fehwiesenstraße nicht erfüllt. So sei ein geräuschdämmender Fahrbahnverlag damals zwar versprochen, aber immer noch nicht realisiert worden. Dabei, so der Bürger, sei es inzwischen auch an der Fehwiesenstraße so laut, dass man nachts nur noch bei geschlossenen Fenstern schlafen könne. Zudem würden dröhnende Motoren gerade durch sommerlich am Ring rasende Motorräder den Anliegern den Schlaf rauben. Höchstgeschwindigkeiten würden dabei regelmäßig und deutlich überschritten. Neben dem Flüsterasphalt müssten deshalb auch „feste Blitzer“ installiert werden.

Schließlich hat der Mann noch ein Problem ausgemacht. Auch an der Schlüsselberg- straße als wichtiger Verbindungstrasse zwischen Ring und Berg-am-Laim-Straße bestehe Handlungsbedarf. Eine Tempo-30-Regelung solle hier helfen, den Verkehr mitten durch die Wohnviertel zu verlangsamen. Der BA schickte den mehrteiligen Bürgervorstoß per einstimmigem Votum dorthin, wo einst auch der ehrgeizige Lärmminderungsplan herkam: Die Stadtverhaltung und ihre Behörden darf sich nach dem Willen des Gremiums mit diesem Antragskatalog beschäftigen.

Aus der Mitte des Gremiums kam ein weiterer Antrag, der einstimmig befürwortet wurde. Horrorvorstellung: Zu hohe LKW bleiben in den Nadelöhr-Unterführungen am Berg am Laimer S-Bahnhof oder vor dem Haidenauplatz stecken. „Den Verkehrsfluss massiv beeinträchtigen“ und „Schäden verursachen“ könne dies, glaubt nicht nur die örtliche CSU, die einen mehrteiligen Verbesserungsantrag einbrachte. Immer wieder komme es gerade durch ortsunkundige Brummi-Lenker zu umfangreichen Behinderungen. Damit dies erst gar nicht mehr passiert, fordern die örtlichen Christsozialen „wirksame Höhenkontrollen an S-Bahn-Unterführungen in Berg am Laim“. Es reiche eben nicht aus, dass erst unmittelbar an den S-Bahn-Unterführungen wirksame  Höhenkontrollen installiert würden, führte CSU-Fraktionssprecher Fabian Ewald aus. „Bereits an den jeweiligen Kreuzungen vor den Unterführungen“ müssten diese installiert werden – das könne in Form technischer Lösungen wie etwa „Lichtschranken“ oder „optisch gut wahrnehmbarer Durchfahrtsbegrenzungen“ umgesetzt werden. Passieren müsse auf jeden Fall etwas, so der Tenor im BA. Als Beispiel nannten die Antragsteller etwa die Woche zwischen 4. und 8. Dezember, als sich gleich zweimal im morgendlichen Berufsverkehr zu hohe Lkw in den Bereich vor der Unterführung verirrt hätten, weil deren Fahrer schlicht die entsprechende Beschilderung missachtet hätten. „Langanhaltende Beeinträchtigungen und eine Verschärfung der ohnehin angespannten Verkehrssituation waren die Folge“, so Ewald.

Harald Hettich    

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