Schafe auf dem Dach

Sieben neue „Rasenmäher“ im Berg am Laimer WERK3

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Als „Rasenmäher“ dienen die sieben Schafe, die vor kurzem auf das Dach des WERK3 im Werksviertel gezogen sind.

Fünf Urschafe und zwei Lämmer werden fortan auf dem Dach des WERK3 im Werksviertel Mitte grasen. Dort findet sich nämlich eine 2000 Quadratmeter große Naturlandschaft mit Blumen- und Kräuterwiese sowie Berghütte und Schafstall.

Der Einzug der Schafe auf das begrünte Dach des WERK3 hatte zahlreiche Mieter aus dem Haus angezogen. Sie alle wollten dabei sein, wenn die Schafe ihre ersten Schritte über die 2000 Quadratmeter große Wiese machen, die mit viel Aufwand auf dem Dach des WERK3 angelegt wurde.

Das Dach trägt zum einen die enorme Erdlast, die für das Wachstum der Pflanzen vonnöten ist, und verfügt zum anderen über einen gut funktionierenden Wasserkreislauf, wie die üppig sprießenden Gräser, Blumen und Kräuter beweisen. Doch da ständiges Rasenmähen viel zu laut und mühsam ist, hat man sich eben auch noch sieben natürliche Rasenmäher aufs Dach geholt: fünf Urschafe sowie zwei Lämmer. Skudden, wie die Art genannt wird, rechnen sich wirtschaftlich nicht, weshalb es immer weniger der kleinen Schafe gibt. Die kleine Herde auf dem WERK3 dient nun als Bestandszucht.

„Auf der Alm in der Stadt“ lautet das Motto oben auf dem WERK3. Man blickt auf eine bunte Blumen- und Kräuterwiese, die von einem Kiesweg durchzogen ist, geht vorbei an einem hölzernen Wassertrog und steht schließlich vor einer Berghütte, auf deren Terrasse dezent bayerische Volksmusik eingespielt wird. Gleich hinter der Hütte befinden sich Schaf- und Hühnerstall. Ein heimeliges Idyll, während links und rechts die Kräne in den Himmel ragen und ein neues Stück München bauen. Doch das grüne Dach ist nicht einfach nur eine Oase, sondern auch lebendiger Beweis, wie man das Miteinander von Stadt und Natur aktiv gestalten kann.

Während die Schafe neugierig ihren neuen Stall erkundeten, gemahnten Pfarrer Harald Wechselberger von Maria Ramersdorf und Pfarrerin Claudia Häfner, Hochschulpfarrerin an der TU München, während der Segnung der Tiere und des Stalles daher auch an die Verantwortung, die der Mensch für seine Umwelt und insbesondere das Tierwohl hat. Außerdem verwiesen sie auf die friedensstiftende Wirkung der Tiere sowie auf die Heilkraft, die das Leben im Einklang mit der Natur für uns Menschen mit sich bringt.

Bei aller Digitalisierung und neuer Robotertechnik gelte es eben auch das Leben an sich nicht zu vergessen. Pfarrer und Pfarrerin zeichneten damit ein Bild, das sich perfekt in die Vision des Werksviertels Mitte fügt. Schließlich ist das neue Quartier im Münchner Osten angetreten, um urbanes Leben in all seinen Facetten zu ermöglichen.

In einigen Monaten soll die außergewöhnliche Umgebung auf dem Dach des WERK3 zudem den Rahmen für ein ökologisches Bildungsprojekt im Werksviertel Mitte bilden. In diesem werden sich Kinder und Jugendliche spielerisch mit Nachhaltigkeit und Umweltthemen auseinandersetzen.

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