Spielplätze für Jung und Alt im Fokus

Bezirksausschuss Berg am Laim regt Mehrgenerationen-Einrichtungen im Stadtteil

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Keine „Verdachtsmomente“: Der Spielplatz am Michaelianger ist laut Baureferat hundefrei. Dafür könnten sich dort und in anderen Spielbereichen bald auch Senioren tummeln. Das Mehrgenerationen-Spielen regte jetzt jedenfalls der Bezirksausschuss an.

Für Mehrgenerationen-Spielplätze und gegen „Hundeklos“ auf Spielplätzen! Auf diesen Nenner lassen sich aktuelle Beratungen des Berg am Laimer Bezirksausschusses bringen.

Geht es nach dem Berg am Laimer Bezirksausschuss, dann sollen künftig neben den ganz Kleinen möglichst auch Eltern und Großeltern rutschen, schaukeln, buddeln und dabei auch die Seele baumeln lassen. Die Älteren sollen künftig demnach keine reinen Begleiter mehr sein, die untätig auf Bänken sitzen und das wachsame Auge auf die eigenen Sprösslinge richten. Laut einem Antrag der örtlichen SPD-Fraktion könnten im Zuge grundlegender Sanierungen künftig echte „Mehrgenerationenspielplätze“ entstehen. „Dazu müssten ein bis zwei bestehende Geräte durch auf Erwachsene abgestimmte Angebote oder Bewegungsgeräte speziell für Senioren ersetzt werden“, heißt es zwar recht kryptisch, aber in der Mehrgenerationen-Ausrichtung eindeutig im Antragstext der Sozialdemokraten. Bei Neubauten solle ein solches Angebot von vornherein mit installiert werden. Zum Antrag gab es seitens der weiteren Fraktionen im Stadtteilgremium keinerlei Auffassungsunterschiede. Allerdings regten die örtlichen Christsozialen an, dass diese Spiel- und Spaßstätten allesamt auch barrierefrei für Menschen mit Beeinträchtigung und Senioren erreichbar sein müssten. Schließlich soll das Schaukeln keiner Personengruppe mehr verwehrt bleiben.

Bereits früher hatte sich der BA allerdings auch für stärkere und intensivere Kontrollen entlang der Spielflächen im Stadtteil stark gemacht und entsprechende Forderungen an die Stadt gerichtet. Unter dem Motto „Spielplätze sind keine Hundeklos“ hatte der BA insbesondere auf eine Durchsetzung der bestehenden Hundeverordnung gedrängt. Weil eine Poller-Abgrenzung nicht immer zum Ziel führe, hatte der BA auch angeregt, den Spielplatz im westlichen Michaelianger – nördlich der Maikäfersiedlung und westlich des Klosters der Barmherzigen Schwestern – im Rahmen eines Pilotprojektes großflächig einzuzäunen. Doch daraus dürfte wohl nichts werden. Auf Empfehlung des Baureferates hatte der Stadtrat bereits vor geraumer Zeit beschlossen, noch nicht eingezäunte Spielflächen auch so zu belassen. Zwar sagte das Baureferat zu, den Einzelfall zu prüfen. Doch „im Rahmen von Sonderkontrollen“ (O-Ton Baureferat) zum Jahreswechsel seien bei täglich mehrfachen Überprüfungen am Michaelianger „innerhalb der Spielplätze keine Hundehalter und Hunde angetroffen worden“. Deshalb, so das Baureferat in einer Antwort an den Bezirksausschuss, lehne man eine Einzäunung ab. Allerdings sagte die Stadtbehörde zu, man werde den Bereich am Michaelianger auch in den kommenden Monaten „wiederholt regelmäßig kontrollieren“.

HH

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